Wirtschaft, Politik, Bauernbund | 09.09.2014

Gut für Tante-Emma-Läden

Der Bauernbund begrüßt die angekündigte Förderung der Nahversorgung im ländlichen Raum.

Gute Nachrichten für den ländlichen Raum: Geschäfte werden zukünftig unterstützt und so die Nahversorgung gesichert.

Gute Nachrichten für den ländlichen Raum: Geschäfte werden zukünftig unterstützt und so die Nahversorgung gesichert.

Um der Abwanderung entgegenzuwirken, braucht es Arbeitsplätze, funktionierende Infrastrukturen und soziale Dienstleistungen. Und dazu gehört auch eine attraktive Nahversorgung. „Die Unterstützung bestehender bzw. neuer Tante-Emma-Länden ist ein wichtiger Schritt, um die Attraktivität und Lebendigkeit des ländlichen Raumes zu erhalten“, unterstreicht Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler. Der SBB fordert seit längerem, einen stärkeren Fokus auf die Nahversorgung zu lenken – und ist seit einiger Zeit selbst aktiv. „Wir unterstützen die Nahversorgungsgenossenschaft NAVES. Diese hat zum Ziel, Dorfläden zu erhalten bzw. neu zu etablieren“, erklärt Tiefenthaler. Auch die Idee, die Dorfläden zu Servicezentren (Verkauf von Zeitungen, Tourismusinfo usw.) zu machen, wird vom SBB begrüßt. Einzig die Umsatzgrenze für eine öffentliche Förderung von 400.000 Euro sollte nochmals überdacht werden. „Eine Korrektur des Umsatzlimits nach oben würde noch mehr Nahversorgern langfristig helfen“, ist Tiefenthaler überzeugt.
Neben der Nahversorgung sind funktionierende Infrastrukturen im ländlichen Raum entscheidend dafür, dass die Familien auf dem Land bleiben. Eine zentrale Rolle kommt dabei dem ländlichen Wegenetz zu. „Seine Erhaltung darf nach jahrzehntelangen Erschließungsanstrengungen nicht aufs Spiel gesetzt werden. Für notwendige Instandhaltungsarbeiten muss genügend Geld bereitgestellt werden“, so Tiefenthaler. Auch schnelle Internetverbindungen sind ein weiterer Baustein, den die Bevölkerung in entlegeneren Gebieten unbedingt für ihre Entwicklung braucht, ist der Bauernbund überzeugt.