Politik | 09.12.2014

Startschuss für „Jahr des Bodenschutzes“

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat Anfang Dezember in Rom den Startschuss für das Internationale Jahr des Bodenschutzes gegeben. von AgraEurope

Der Boden ist die Grundlage allen Lebens – für Bauern in aller Welt.

Der Boden ist die Grundlage allen Lebens – für Bauern in aller Welt.

Nach dem diesjährigen "Internationalen Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe" hat die UNO das Jahr 2015 ganz ins Zeichen des Bodens gestellt. FAO-Generaldirektor José Graziano da Silva wies anlässlich des Weltbodenschutztags am 5. Dezember in Rom auf die Bedeutung der Böden für die Landwirtschaft hin: „Gesunde Böden sind für die globale Nahrungsmittelproduktion entscheidend, aber wir beachten diesen ‚stummen Verbündeten‘ nicht genug“.

Weltweit ein Drittel in schlechtem Zustand
Nach FAO-Schätzungen sind aufgrund nicht nachhaltiger Bewirtschaftungspraktiken weltweit ein Drittel aller Böden in einem schlechten Zustand, beispielsweise durch Erosion, Verdichtung, Versiegelung, Nährstoffauswaschung, Versalzung und Verschmutzung. Ohne Gegensteuern könnte die jedem Menschen zur Verfügung stehende Ackerfläche im Jahr 2050 nur ein Viertel des Wertes von 1960 betragen, warnte Graziano da Silva. Es könne bis zu 1000 Jahre dauern, um einen Zentimeter Boden zu schaffen. Man habe ein kritisches Niveau erreicht, das dringend Gegenmaßnahmen erfordere, unterstrich der FAO-Generaldirektor.

Die EU-Ausschüsse der Bauernverbände (COPA) und ländlichen Genossenschaften (COGECA) hoben die Schlüsselrolle der europäischen Landwirte hervor, um Flächen in einem guten Zustand zu erhalten und die Böden zu schützen. COPA und COGECA werden sich im Rahmen des UN-Bodenschutzjahrs an einer Reihe von Aktionen und Veranstaltungen beteiligen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den besten Praktiken und der Bedeutung des Bodens für die Landwirtschaft.