Internationales | 02.02.2015

Russland: Mehr Geld für Agrarsektor

In Russland soll die landwirtschaftliche Produktion in diesem Jahr mit zusätzlichen Haushaltsgeldern in Höhe von umgerechnet rund 724 Millionen Euro unterstützt werden. Das sieht ein Ende Jänner von der Regierung gebilligter „Antikrisenplan“ vor. von AgraEurope

Dieser hat zum Ziel, die Auswirkungen finanzieller Einbußen zu mildern, unter denen Russland unter anderem aufgrund der westlichen Sanktionen wegen seiner Ukrainepolitik sowie des starken Rückgangs des Erdölpreises leidet. Grundsätzlich sollen aufgrund der wirtschaftlichen Schwierigkeiten die geplanten Haushaltsausgaben in Russland um zehn Prozent gekürzt werden. Ausgenommen davon sind jedoch neben der Landwirtschaft auch der Sozialbereich und der Verteidigungsetat sowie die internationalen Verpflichtungen des Landes.

Verschärfung von Qualitätsnachweisen verschoben
Die Ministerien für Finanzen und Landwirtschaft wurden damit beauftragt, bis Ende Februar einen Gesetzentwurf vorzulegen, nach dem der Agrarbranche umgerechnet bis zu 670 Millionen Euro an direkter Sonderunterstützung bereitgestellt werden können. Außerdem sollen Verordnungen ausgearbeitet werden, die eine Aufstockung der Beihilfen zum Erwerb von heimischen beinhalten. Der Aktionsplan sieht ferner Maßnahmen zur sicheren Kreditversorgung der diesjährigen Feldkampagnen sowie genehmigter Investitionsprojekte in der Landwirtschaft vor. Wegen der Zielsetzung, die Produktionskosten der Agrarbranche zu verringern, hat sich die Regierung außerdem dafür entschieden, die für 2015 geplante Verschärfung von Qualitätsnachweisen für Milch und Molkereierzeugnisse auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.