Südtiroler Bauernjugend | 05.02.2015

Klare Signale an Junge gefordert

Südtirols Jugend ist gut ausgebildet, innovativ und motiviert. Viele interessieren sich für die Selbständigkeit. Die Vertreter der „Jungen Wirtschaft Südtirol“ fordern klare Signale der Politik an diese Jugend, denn sie ist der Innovations-Motor für die Zukunft.

Wie neue Geschäftsideen professionell begleitet werden, erfuhren die Vertreter der „Jungen Wirtschaft Südtirol“ im TIS innovation park.

Wie neue Geschäftsideen professionell begleitet werden, erfuhren die Vertreter der „Jungen Wirtschaft Südtirol“ im TIS innovation park.

Die Vertreter der Jungendorganisationen haben hierzu klare Vorstellungen, die in einem Konzept festgehalten sind. Nun geht die Gruppe einen Schritt weiter. Andreas Mair, Landessekretär der Südtiroler Bauernjugend, erklärt: „Bei einem gemeinsamen Tag unter dem Motto „Junge Wirtschaft im Gespräch“ suchten wir den Austausch mit wichtigen Akteuren in Südtirol, um über unsere Anliegen zu diskutieren und diese in der Praxis weiterzudenken.“ Neben dem Besuch des TIS innovation park, standen eine Aussprache bei der Handelskammer und der Besuch des Unternehmens Stahlbau Pichler auf dem Programm.

Unterstützung in Beratungen und Kompetenzen
Das Konzept der Jungen Wirtschaft stellt weniger die finanzielle Förderung von jungen Unternehmern in den Mittelpunkt, als vielmehr die Unterstützung in eine umfassende Beratung. „Jeder Neugründer oder Übernehmer braucht eine umfassende Beratung bei finanziellen, steuerlichen und rechtlichen Aspekten, aber auch bei der Erarbeitung des Businessplans“, erklärt Thomas Moriggl, Präsident der Gruppe der Jungunternehmer im Unternehmerverband.
Jasmin Fischnaller, Vorsitzende der Junghandwerker, ergänzt: „Mit einem Voucher-Heft könnten die Jungunternehmer diese Beratungsangebote bei den verschiedenen Stellen völlig unkompliziert einlösen.“

Altersgrenze weiteres klares Signal
Hannes Dosser, Landesobmann der Südtiroler Bauernjugend, unterstreicht: „Ein weiteres klares Signal an junge Unternehmer wäre es, für diese Unterstützung eine Altersgrenze von 40 Jahren einzuführen.“

Kostengünstige Bürgschaften für junge Unternehmer
„Handlungsbedarf gibt es auch bei der Kapitalbeschaffung“, stellt Christian Giuliani, Präsident der Jungen im hds, klar. Anton Dalvai, Obmann der Hoteliers- und Gastwirtejugend, ergänzt: „Mit kostengünstigen Bürgschaften der Garantiegenossenschaften kann hier viel erreicht werden. Wir werden auch zu diesem Thema das Gespräch suchen.“ Die Junge Wirtschaft will nun ihre Ideen auch mit weiteren Akteuren diskutieren und voranbringen.

Die Junge Wirtschaft Südtirol
Angefangen hat alles mit dem gemeinsamen Projekt „Chance – Jugend macht Karriere.“ Entstanden ist daraus eine kontinuierliche Zusammenarbeit der Südtiroler Bauernjugend, der Junghandwerker, der Hoteliers- und Gastwirtejugend, der Jungen im hds und der Gruppe der Jungunternehmer im Unternehmerverband. Als „Junge Wirtschaft Südtirol“ geben die Vertreter den jungen Unternehmern ein klares Profil. Das derzeit wichtigste Anliegen der Gruppe: Die jungen Wirtschaftstreibenden müssen ihm Rahmen der Neuausrichtung der Wirtschaftsförderung des Landes eigens berücksichtigt werden. 

Die Vertreter der Jungen Wirtschaft Südtirol im Gespräch mit Alfred Aberer, Generalsekretär der Handelskammer Bozen (li.), und Handelskammerpräsident Michl Ebner (re.).

Betriebsbesichtigung bei Stahlbau Pichler: Der Blick in die Praxis durfte nicht fehlen.