Wirtschaft, Internationales | 26.06.2015

Russland verlängert Importstopp

Lebensmittel aus der EU dürfen weiterhin nicht nach Russland geliefert werden. Das bestehende Einfuhrverbot wurde um ein Jahr verlängert. von AIZ

Mit dem Importstopp will Russland vor allem die Vermarktung heimischer Produkte ankurbeln.

Mit dem Importstopp will Russland vor allem die Vermarktung heimischer Produkte ankurbeln.

Moskau reagierte damit darauf, dass der EU-Außenministerrat zu Beginn der Woche die Sanktionen gegenüber Russland bis Jänner 2016 ausgedehnt hatte. Das russische Embargo beinhaltet ein Einfuhrverbot für Fleisch, Milchprodukte, Obst und Gemüse aus der EU. Auch von einer Erweiterung der Produktpalette war in russischen Medien die Rede, etwa für Blumen oder Fischkonserven.  Laut der Regierungsverordnung soll das im August 2014 vorerst für zwölf Monate verhängte Importverbot für mehrere Lebensmittelgruppen aus der EU sowie den USA, Kanada, Australien und Norwegen nun bis 5. August 2016 in Kraft bleiben.

In Russland wird das Einfuhrverbot als Stütze für die heimische Landwirtschaft betrachtet, die wegen der fehlenden ausländischen Konkurrenz einen Aufschwung erlebe. In der EU werden die weggebrochenen Liefermöglichkeiten nach Russland zum Teil mit erhöhtem Absatz in Asien und in den USA aufgefangen. Dennoch leiden die Landwirte unter den schlechten Preisen für Milch und Schweinefleisch.