Arbeitsberatung | 22.07.2015

Von den Rechten der Arbeitnehmer

Neben dem Einhalten der gesetzlichen Verpflichtungen ist auch der Umgang mit den landwirtschaftlichen Arbeitern von Bedeutung. Im Folgenden einige Hinweise, wie sich ein Arbeitgeber seinen Erntehelfern gegenüber verhalten soll.

Durch das Einstellen von Erntehelfern wird  ein Bauer zum Arbeitgeber. Damit trägt er Verantwortung dafür, dass die Arbeitsverhältnisse korrekt gehandhabt werden. Das ist nicht immer einfach, weil manchmal schon sprachliche Hürden Probleme verursachen können. Manchmal kommt es aber auch zu Missverständnissen, die das Arbeitsverhältnis belasten. Deshalb ist es wichtig, mit den Mitarbeitern klare Verhältnisse zu schaffen und eventuelle Probleme anzusprechen.

Unterkunft und Verpflegung
Wird dem Arbeiter eine Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung gestellt, so kann ihm der Betrag von 2,15 Euro pro Arbeitstag abgezogen werden. Falls auch Essen verabreicht wird, werden zusätzlich folgende Werte vom Lohn in Abzug gebracht: 2,15 Euro pro Mahlzeit bzw. maximal 8,70 Euro pro Arbeitstag. Als Mahlzeiten gelten Halbmittag, Mittagessen, Marende und Abendessen.

Recht auf Ruhepausen
Unter Arbeitszeit versteht man jeden Zeitraum, in dem der Arbeitnehmer bei seiner Arbeit ist bzw. in dem er dem Arbeitgeber zur Verfügung steht. Die Bestimmungen über die Arbeitszeit wurden im Jahr 2003 mit dem G. v. D. Nr. 66 neu geregelt. Ziel der Bestimmung zu den Ruhezeiten ist es in erster Linie, dass der Arbeiter seine physischen und psychischen Kräfte wiedererlangen kann.
Recht auf Verweigerung
Der Arbeiter hat das Recht, niedrigere Arbeiten als jene, die im Arbeitsvertrag vereinbart wurden, zu verweigern. Sofern jedoch die Arbeiten seiner Einstufung entsprechen, muss er sie erledigen. Andernfalls muss er mit einer Disziplinarstrafe rechnen.