Arbeitsberatung | 23.07.2015

Anstellen ohne Bürokratie

Verwandte oder Verschwägerte bis zum vierten Grad können ohne Bürokratie angestellt werden. Voraussetzung dafür ist, dass kein Entgelt ausbezahlt wird.

Normalerweise müssen alle landwirtschaftlichen Arbeiter am Tag vor Arbeitsbeginn beim Arbeitsamt gemeldet werden. Wenn diese Meldung nicht erfolgt, handelt es sich um Schwarzarbeit, was mit hohen Strafen belegt wird.
Anders ist es bei Verwandten und Verschwägerten bis zum vierten Grad: In der Landwirtschaft bietet sich nämlich die Möglichkeit, Verwandte und Verschwägerte bis zum vierten Grad ohne Bürokratie anzustellen. So können Brüder, Söhne, Onkel, Tanten usw. ohne Meldung beschäftigt werden. Denn rechtlich gesehen handelt es sich dabei nicht um ein Arbeitsverhältnis. Somit fallen auch alle damit verbundenen Auflagen und Formalitäten weg.
Unter Verschwägerten versteht man die Verwandten des Ehepartners. Zu beachten ist, dass nur die leiblichen Verwandten bzw. Verschwägerten gemeint sind. Das heißt, dass die Frau des Onkels, welche umgangssprachlich als Tante gilt, ganz normal gemeldet werden muss.

Voraussetzungen
Bei der Arbeit muss es sich um eine gelegentliche Beschäftigung über einen kurzen Zeitraum handeln (z.B. die Ernte). Die Mitarbeit hat den Zweck der einseitigen oder gegenseitigen Aushilfe bzw. Unterstützung. Für die Beschäftigung darf kein Entgelt entrichtet werden. Alle übrigen Arbeitsverhältnisse müssen ordnungsgemäß gemeldet werden. 

Grafik Verwsndte

Grafik Verschwaegerte2