Wirtschaft, Südtiroler Bauernjugend | 17.08.2015

Schnelles Breitband für alle

Bei einem „Sommertreff“ tauschten sich die Vertreter der Junge Wirtschaft mit Landesrätin Waltraud Deeg über die Bedeutung der digitalen Vernetzung und einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus und stellten dabei ihre Forderungen vor.

„Mehr in Informationsarbeit investieren“, forderten die Vertreter der Jungen Wirtschaft von Landesrätin Waltraud Deeg.

„Mehr in Informationsarbeit investieren“, forderten die Vertreter der Jungen Wirtschaft von Landesrätin Waltraud Deeg.

Bis 2020 will Landesrätin Waltraud Deeg den Großteil der Haushalte bis in die letzten Täler hinein mit schnellem Breitband versorgen. „Eine schnelle Internetverbindung ist die moderne Datenautobahn am Land und für Südtirol von strategischer Bedeutung“, erklärte die Landesrätin den Vertretern der Jungen Wirtschaft. Diese stellt eine Zusammenarbeit zwischen Südtiroler Bauernjugend, der Junghandwerker im lvh, der Hoteliers- und Gastwirtejugend, der Jungen im hds sowie der Gruppe der Jungunternehmer im Unternehmerverband Südtirol dar.

Vorteilhafte Preise garantieren
Beim Treffen informierte die Landesrätin auch über den Zwischenstand beim Breitbandausbau: „Ziel sind nicht 116 kleine Königreiche, sondern ein einziges, offenes südtirolweites Netz das im Eigentum von Gemeinden und Land ist und allen Providern zu gleichen Konditionen zugänglich ist. Der Wettbewerb darauf soll den Südtirolerinnen und Südtirolern vorteilhafte Preise garantieren.“ Dies stieß bei der Jungen Wirtschaft auf große Zustimmung. Gleichzeitig wurde angeregt, noch mehr in die Informationsarbeit zu investieren – etwa über die Gemeindereferenten, mit Infoveranstaltungen vor Ort oder auch anderen modernen Möglichkeiten. Die Junge Wirtschaft zeigte sich hier offen, ebenfalls einen Beitrag zu leisten.

Betreuungskosten absetzen
Ein weiteres Thema des Treffens war die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Heute sind oft beide Elternteile berufstätig und beide wollen auch nicht auf ihre Berufstätigkeit verzichten. Zudem erzielen die Familien dadurch ein besseres Einkommen und haben etwas mehr Spielraum. Deeg zeigte auf, dass die höchsten Geburtenraten dort sind, wo Vereinbarkeit von Beruf und Familie möglich ist. „Eine Säule der Familienpolitik fußt deshalb auf dem Ausbau der Kleinkindbetreuung. Dabei müssen wir gemeinsam mit den Gemeinden sicherstellen, dass entsprechend dem effektiven Bedarf auch ausreichendes Angebot geschaffen wird“, erklärte die Landesrätin. Die Junge Wirtschaft regte dazu an, auch alle steuerlichen Spielräume auszuloten: „Auch wenn das Land in diesem Bereich begrenzte Kompetenzen hat, so wäre die Absetzbarkeit der Betreuungskosten von der Steuer ein deutliches Signal der Politik, dass der Gesellschaft die Familie wichtig ist.“