Bauernbund | 14.09.2015

Viel Lob für Südtirols Landwirtschaft

Vertreter von Bauernverbänden aus mehreren Ländern des Alpenbogens trafen sich kürzlich in Südtirol. Dabei wurde über gemeinsame Strategien für die Berggebiete gesprochen. Beeindruckt waren die Teilnehmer über die gut funktionierende Südtiroler Landwirtschaft.

Die Teilnehmer des Ost-West-Agrartreffens besuchten den Südtiroler Bauernbund u. a. den Gamsegg-Hof in Langtaufers.

Die Teilnehmer des Ost-West-Agrartreffens besuchten den Südtiroler Bauernbund u. a. den Gamsegg-Hof in Langtaufers.

Seit mehr als 20 Jahren treffen sich Agrarvertreter aus den französischen Alpen, den Schweizer Kantonen, aus Vorarlberg, Tirol und Salzburg, Baden-Württemberg, Bayern und Südtirol einmal im Jahr zum Ost-West-Agrartreffen. Heuer war, nach zehn Jahren, wieder Südtirol das Ziel. Im Mittelpunkt stand dabei die Entwicklung der Berggebiete. Einig waren sich die Teilnehmer, dass es zukünftig noch mehr Anstrengung bedarf, um den Berggebieten eine starke Stimme zu verleihen. „Wir müssen den politisch Verantwortlichen auf Länderebene und europäischer Ebene klar machen, dass die Betriebe im Berggebiet ganz spezielle Bedürfnisse haben und deshalb unter ganz besonderem Druck stehen. Daher wird es auch in Zukunft eine Unterstützung brauchen“, sagte Leo Tiefenthaler beim Besuch der Teilnehmer im Südtiroler Bauernbund.

Begeistert vom Genossenschaftswesen

Dass die (Berg)-Landwirtschaftspolitik in Südtirol bisher gut funktioniert hat und Südtirols ländlicher Raum besser dasteht als in vielen anderen Teilen des Alpenraumes, davon konnten sich die Teilnehmer bei der Besichtigung von Betrieben und Genossenschaften überzeugen. „Besonders die französischen Vertreter lobten das gut funktionierende Genossenschaftswesen und den starken Zusammenschluss für einen gemeinsamen Marktauftritt nach außen“, freute sich Georg Mayr, der frühere Bauernbund-Obmann und Organisator des Ost-West-Agrartreffens.
Neben den Genossenschaften staunten die Teilnehmer auch über die kleinen Direktvermarkterbetriebe, die sich auf Nischenprodukte spezialisiert haben und damit sehr erfolgreich am Markt auftreten. Ein Beispiel dafür ist der Gamsegg-Hof in Langtaufers, auf dem u. a. Ziegenkäse herstellt wird.
Viel Lob gab es von den Teilnehmern beim Besuch im Versuchszentrum Laimburg für die Forschung im Land. Man war sich einig, dass Forschung und Entwicklung sowie Innovation in Zukunft noch wichtiger werden dürften, um auf den Märkten bestehen zu können.