Marketing, Bauernbund | 19.10.2015

Wieder näher beim Konsumenten

Einige Tausend Einheimische und Gäste kamen heute auf das Erntedankfest des Südtiroler Bauernbundes in Bozen, um direkt beim Bauern einzukaufen und sich aus erster Hand über die heimischen bäuerlichen Qualitätsprodukte zu informieren. Auf dem Waltherplatz wurde aber auch für die Ernte des heurigen Jahres gedankt.

Den ganzen Tag über herrschte an den mehr als 50 Ständen der bäuerlichen Direktvermarkter - 19 davon tragen die Qualitätsmarke „Roter Hahn“ - und landwirtschaftlichen Organisationen reges Treiben. „Die vielen Besucher auf dem Erntedankfest zeigen, dass die Qualitätsprodukte unserer Bauern sehr gefragt sind, sie aber gleichzeitig mehr über deren Herstellung wissen möchten“, erklärte Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler.
Dass beim Einkauf die Regionalität eine immer größere Rolle spielt, bestätigte auch Handelskammer-Präsident Michl Ebner. „Eine Umfrage der Handelskammer ergab, dass lokale Produkte wichtiger werden. Initiativen wie das Erntedankfest dienen dazu, noch mehr auf die heimischen Lebensmittel aufmerksam zu machen.“
Das Erntedankfest bietet immer auch die Gelegenheit, „die Menschen hinter den Produkten kennenzulernen. Etwas, was die Supermärkte nicht bieten“, fasste der EU-Abgeordnete Herbert Dorfmann zusammen. Zudem würde das Erntedankfest die ganze Vielfalt der Südtiroler Landwirtschaft zeigen. „Die Landwirtschaft ist mehr als nur Wein, Milch und Äpfel.“
Ein Lob für die heimischen Produzenten und ihre Lebensmittel kamen auch von Francesca De Carlini, Kommissärin von Bozen und der Landtagsabgeordneten Maria Kuenzer. Der Tiroler Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler schlug vor, einen gemeinsamen Auftritt Tiroler und Südtiroler Direktvermarkter anzudenken und das Land sowohl in Bozen als auch in Innsbruck in die Stadt zu bringen.

Dank für Ernte
Gedankt wurde auch für die Ernte. „Mit dem heurigen Jahr können wir zufrieden sein. Dafür möchten wir Vergelt’s Gott sagen“, erklärte Tiefenthaler. Dekan Bernhard Holzer hob bei der Segnung der Früchte die große Bedeutung des Dankens hervor und segnete die Produkte.

Viele Besucher
Gut besucht waren nicht nur die vielen Stände, sondern auch der Innenhof des Palais Campofranco, wo Franz Mulser von der Gostner Schwaige bäuerliche Gerichte aus heimischen Rohprodukten anbot.


Bildtext: Sie eröffneten das Erntedankfest: Maria Kuenzer, Michl Ebner, Francesca De Carlini, Josef Geisler, Dekan Bernhard Holzer, Leo Tiefenthaler, Herbert Dorfmann, der Präsident der Südtiroler Gärtner Valtl Raffeiner, der Präsident des Vereins Freiwillige Arbeitseinsätze und frühere SBB-Obmann Georg Mayr sowie SBB-Direktor Siegfried Rinner.