Wirtschaft, Internationales | 25.01.2016

FAO: Syrischen Bauern helfen

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat dazu aufgerufen, mehr Geld zur Unterstützung von Bauern in Syrien bereitzustellen. Ohne eine zusätzliche Unterstützung der Landwirtschaft würden noch mehr Bauern sich dazu entschließen, ihren Acker zu verlassen und zu flüchten. von AgraEurope

Die FAO will gezielt syrische Bauern unterstützen.

Die FAO will gezielt syrische Bauern unterstützen.

Im Zuge des mittlerweile fast sechs Jahre dauernden Kriegs sei die syrische Landwirtschaft zusammengebrochen, erklärte FAO-Generaldirektor José Graziano da Silva kürzlich in Rom. Die Nahrungsmittelvorräte bewegten sich auf dem niedrigsten jemals gemessenen Stand. Dadurch würden Millionen Menschen in den Hunger getrieben. Der Ernährungsstatus von mehr als der Hälfte der syrischen Bevölkerung gelte als unsicher.

Preise für Grundnahrungsmittel vervielfacht
Die Lebensmittelpreise seien in die Höhe geschossen. Weizenmehl und Reis hätten sich über die vergangenen 18 Monate hinweg um 300 beziehungsweise 650 Prozent verteuert. Jeder Dritte könne sich keine Grundnahrungsmittel mehr leisten. Die Wiederherstellung der syrischen Landwirtschaft wo immer möglich sei wesentlich weniger kostspielig als die Lieferung von Nahrungsmittelhilfe, betonte der Brasilianer. Mit einer Förderung von umgerechnet 91,88 Euro könne ein Bauer beispielsweise eine Tonne Weizen erzeugen. Der Import der gleichen Menge Getreide sei deutlich teurer. Die Bauernfamilien, die von der FAO im vergangenen Jahr Weizen- und Gerstesaatgut erhalten hätten, könnten damit bis zum Sommer voraussichtlich 119.000 Tonnen Getreide produzieren. Das sei genug, um eine halbe Million Menschen ein Jahr lang zu versorgen.

Foto: Flickr