Marketing, Bauernbund | 19.07.2016

Die beste Bauernküche Südtirols

Der Hofschank Raffeinhof oberhalb von St. Walburg/Ulten ist der „Bäuerliche Schankbetrieb“ des Jahres. Die Jury hat das gemütliche Ambiente, die herzliche Gastfreundschaft, die große Anzahl hofeigener Produkte und das hohe Niveau in der Küche überzeugt. Vorgestellt wurde auch der neue „Bäuerliche Feinschmecker“, der 40 qualitätsgeprüfte Hof- und Buschenschankbetriebe auflistet.

Die Familie Irmgard und Franz Kaserer vom Raffeinhof in St. Walburg/Ulten hat heute aus den Händen von SBB-Obmann Leo Tiefenthaler die Auszeichnung „Bäuerlicher Schankbetrieb des Jahres“ erhalten.

Die Familie Irmgard und Franz Kaserer vom Raffeinhof in St. Walburg/Ulten hat heute aus den Händen von SBB-Obmann Leo Tiefenthaler die Auszeichnung „Bäuerlicher Schankbetrieb des Jahres“ erhalten.

Zum zehnten Mal hat der Südtiroler Bauernbund heute die Auszeichnung „Bäuerlicher Schankbetrieb des Jahres“ an einen der mittlerweile 40 Hof- und Buschenschankbetriebe, die in der Broschüre „Bäuerlicher Feinschmecker“ angeführt sind und das Markenzeichen „Roter Hahn“ tragen, verliehen. „Die Wahl fiel auf den Raffeinhof in St. Walburg/Ulten, der von Irmgard und Franz Kaserer geführt wird“, sagte Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler. Der Buschenschank hat erst vor drei Jahren geöffnet. Vorher hatte die Familie eine Alm bewirtschaftet. Beeindruckt hatte die Jury das gemütliche Ambiente, die vielen hofeigenen Produkte und die herzliche Gastfreundschaft. „Hervorzuheben ist, dass der gesamte Hof auf die Produktion von Rohstoffen für die Küche im Hofschank ausgerichtet ist“, erklärte Hans J. Kienzl, der Leiter der Abteilung Marketing im Südtiroler Bauernbund. Die Kartoffeln, die Tomaten, der Salat, die Johannisbeeren, die Himbeeren, der Honig, die Freilandeier und vieles mehr kommen vom eigenen Hof und werden in der  Küche verarbeitet. „Gastronomisch bietet der Hof einiges – sowohl, was die Qualität der Speisen als auch die Zahl an hofeigenen Produkten anbelangt. Neben klassischen bäuerlichen Speisen werden Gerichte mit Wildkräutern angeboten. Das Fleisch stammt dabei natürlich von den eigenen Rindern und Kitzen“, ergänzte Hannes Knollseisen von der Abteilung Marketing im SBB.


Hof mit höchster Punktezahl

Für die Auszeichnung „Bäuerlicher Schankbetrieb des Jahres“ kommen jene Betriebe in die engere Auswahl, die bei der jährlichen Kontrolle die höchste Punktezahl erhalten haben. „Im Kriterienkatalog werden Punkte für die Hofqualität, die Ausstattungsqualität sowie das Angebot hofeigener Produkte vergeben. Gewinner ist, wer zusätzlich in den Bereichen Gastfreundschaft sowie bei der Qualität der Speisen und Getränke am besten abschneidet“, so Knollseisen. 

40 Betriebe im neuen „Bäuerlichen Feinschmecker 2016/17“

Neben dem „Schankbetrieb des Jahres“ sind noch weitere 39 Hof- und Buschenschankbetriebe im neuen „Bäuerlichen Feinschmecker“ beschrieben. „Interessierte finden darin eine Auswahl der angebotenen Gerichte und hausgemachten Säfte, die Hofbeschreibung, Informationen zu den Weinen, Öffnungszeiten sowie eine Anfahrtsskizze und eine Wegbeschreibung für Wanderer“, erklärte Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler. Neu hinzugekommen ist der Moserhof im Ahrntal.

Bauernhöfe sorgfältig ausgewählt
Etwa 300 Schankbetriebe gibt es im Land, 40 sind im „Bäuerlichen Feinschmecker“. Dafür müssen sich alle Betriebe einem strengen Auswahlverfahren stellen. „Die Betriebe werden im Vorfeld genau geprüft. Strenge Kontrollen sorgen für eine hohe und gleichbleibende Qualität des Angebots. Das bäuerliche Ambiente und die Ausstattung müssen ebenso stimmen wie die angebotenen Gerichte, die zur Gänze hausgemacht sind. Fertiggerichte kommen keine auf den Tisch“, stellte Hannes Knollseisen klar. Besonderen Wert legt der „Rote Hahn“ auf die Herkunft der Produkte. „Sie müssen zu 80 Prozent vom eigenen Hof oder von einem anderen landwirtschaftlichen Betrieb in Südtirol stammen. Die Eier kommen aus Südtiroler Freilandhaltung, die Destillate von einem bäuerlichen Betrieb im Land.“ Zudem müssen mindestens drei Säfte hausgemacht sein. „Das Zusatzkriterium für die Buschenschänke: Den Gästen wird nur Wein vom eigenen Hof aufgeschenkt, der von einer Expertengruppe des Versuchszentrums Laimburg und des Arbeitskreises Weinbau verkostet und bewertet wird. In den Hofschänken erhalten die Gäste das hofeigene Fleisch. Nur wer alle Auflagen erfüllt, erhält den ‚Roten Hahn‘ als Qualitätssiegel und kommt in den Feinschmecker“, erklärte Hans J. Kienzl. Für die Buschenschankbetriebe kommt hinzu, dass die Eigenbauweine von Experten des Versuchszentrums Laimburg geprüft werden. Die strenge Auswahl zeigt Früchte: 30 Betriebe sind im Gourmetführer Gault Millau vertreten.

Stetige Weiterbildung als Erfolgsrezept

Neben Kontrollen setzt der Südtiroler Bauernbund auf die Weiterbildung, um die hohe Qualität des Angebots zu sichern. Die Weiterbildungsgenossenschaft im Bauernbund bietet Lehrgänge und Seminare für die Bäuerinnen und Bauern an, die Abteilung Marketing sorgt für die nötige Beratung.

Wer mehr über die heimischen Hof- und Buschenschankbetriebe wissen möchte, sollte sich den „Bäuerlichen Feinschmecker“ des Südtiroler Bauernbundes besorgen. Er ist in den Tourismusvereinen oder beim Südtiroler Bauernbund unter Tel. 0471 999308, Fax 0471 981171 oder per Mail info@roterhahn.it kostenlos erhältlich. Alle Schankbetriebe sind zudem im Internet unter www.roterhahn.it/de/baeuerliche-schankbetriebe/ abrufbar.

____________________________________________
Zur Marke „Roter Hahn“

Neben den bäuerlichen Schankbetrieben bürgt das Qualitätssiegel „Roter Hahn“ für eine hohe Qualität in den über 1.600 Urlaub auf dem Bauernhof-Betrieben. 64 Betriebe stellen unter dem „Roten Hahn“ bäuerliche Qualitätsprodukte in 13 verschiedenen Kategorien her, die im Katalog „Qualitätsprodukte vom Bauern“ zu finden sind. Und 8 Betriebe dürfen den „Roten Hahn“ für ihre handgefertigten bäuerlichen Handwerksprodukte tragen.