Wirtschaft, Internationales | 18.10.2016

EU-Bauernverbände halten an CETA fest

Die EU-Ausschüsse der Bauernverbände (COPA) und ländlichen Genossenschaften (COGECA) halten am Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit Kanada (CETA) fest. von AgraEurope

Insgesamt sehen die EU-Bauernverbände das Handelsabkommen CETA positiv.

Insgesamt sehen die EU-Bauernverbände das Handelsabkommen CETA positiv.

COPA/COGECA-Generalsekretär Pekka Pesonen betonte bei einer Aussprache mit Stakeholdern im Handelsausschuss des Europaparlaments, dass die Landwirte sehr interessiert an einem vereinfachten Marktzugang seien, insbesondere für Käse und Wein.

Schäden für den Fleischsektor abwenden
Die negativen Auswirkungen durch kanadische Rindfleischlieferungen nach Europa würden nun mit der geplanten Quotenregelung und aufgrund der Anerkennung Ottawas des EU-Standards hormonfreies Fleisch weitaus schwächer eingeschätzt, erklärte der Finne. Die Kommission sei aber aufgerufen, die Exporttätigkeiten genau zu überwachen, um für den Rindfleischsektor wie aber auch für den Schweinefleischmarkt möglichen Schaden abzuwenden.

Liberalisierung des Düngemittelmarktes
Pesonen begrüßte auch die Anerkennung der geschützten geografischen Angaben (g.g.A.), auch wenn noch nicht alles dabei abgedeckt sei. Ein besonderes Augenmerk lenkte der Generalsekretär auf die geplante vollständige Liberalisierung des Düngemittelmarktes. Hiervon erhofft sich der Finne Vorteile für die europäischen Landwirte.

Pesonen hob hervor, dass die Vereinbarungen zur Landwirtschaft eine Paketlösung in dem Abkommen darstellten. Im Hinblick auf die weitere Diskussion betonte er, wie wichtig es sei, dass die Europäische Union „ein zuverlässiger, vertrauenswürdiger Partner“ auf der internationalen Bühne sei. Dabei könne CETA Vorbild für weitere Freihandelsabkommen sein.