Südtiroler Bauernjugend | 20.10.2016

Mutig in die Zukunft

Beim Bäuerlichen Jungunternehmertag der Landjugend Österreich holten sich über 200 junge Landwirte Anregungen für ihren eigenen Betrieb. Die Südtiroler Bauernjugend war mit SBJ-Landesobmann Sieghard Alber, SBJ-Landessekretär Andreas Mair und Manuel Gruber vertreten.

Auch die Südtiroler Bauernjugend war beim Bäuerlichen Jungunternehmertag der Landjugend Österreich vertreten.

Auch die Südtiroler Bauernjugend war beim Bäuerlichen Jungunternehmertag der Landjugend Österreich vertreten.

Johannes Perner, ein smarter Jungbauer vom Wielandhof in Mariapfarr in Salzburg brachte es mit seinen Worten bei der Tagung der Landjugend auf den Punkt: „Die Zukunft kann man am besten voraussehen, wenn man sie selbst gestaltet.“ Dass dieses bekannte Sprichwort von Alan Kay voll auf ihn zutrifft, zeigte sein Erfahrungsbericht. Perner hat seinen Hof gleich auf mehrere Standbeine ausgerichtet: Eine Jausenstation, eine Hofkäserei, Urlaub auf dem Bauernhof und eine Almhütte sichern seit einigen Jahren den Fortbestand des Betriebs. Vieles davon hat der ehrgeizige Jungbauer mit viel Herzblut selbst gemacht. Daher auch sein Rat an die jungen Landwirte: „Auch wenn es nicht immer leicht ist, setzt eure Projekte selber um, dann wisst ihr wofür ihr arbeitet. Die Zukunft des Betriebs liegt euren Händen.“

Rechtzeitig Verantwortung übernehmen
Auch Barbara Nitsch, Jungbäuerin aus Werfen in Salzburg, weiß: Wo Menschen zusammenarbeiten gibt es Reibungspunkte. „Dass immer alles harmonisch verläuft, stimmt einfach nicht“, berichtete Nitsch. Sie ist vor einiger Zeit zu ihrem Freund auf den Hof gezogen. Wichtig ist es laut Nitsch rechtzeitig Verantwortung zu übernehmen. So können Fähigkeiten und bestimmte Arbeiten des künftigen Übernehmers weiterentwickelt und gestärkt werden.

Gespräche suchen ist das um und auf
Elisabeth Neureiter, Leiterin der Initiative Lebensqualität Bauernhof Salzburg, betonte: „Für Konflikte braucht man sich nicht zu schämen.“ In Familien gebe es nun einmal vielfältige Vorstellungen und Wünsche, die unter einen Hut zu bringen sind. Damit sich diese Unterschiede nicht zu einem schwerwiegenden Problem entwickeln, sei es nötig, innerhalb der Familie frühzeitig das Gespräch zu suchen.
Irene Unterkofler, Abteilungsleiterin für Innovation und Energie vom Südtiroler Bauernbund stellte in ihren Ausführungen das Thema Innovation in den Mittelpunkt. Sie ist überzeugt: „Jeder kann in seinem Betrieb innovativ sein! Um erfolgreich zu sein, muss eine Idee nicht gleich eine Weltneuheit darstellen.

Bildung als Schlüsselfunktion
Johann Gasteiner hob in seinem Vortrag zum Thema Big Data, die Notwendigkeit einer fundierten agrarischen Ausbildung, als Basis für ein erfolgreiches unternehmerisches Handeln im Betrieb, hervor. Im Bereich Risiko und Risikomanagement referierte Josef Hambrusch von der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft über die Bedeutung eines strukturierten und gezielten Risikomanagements auf betrieblicher Ebene.

Auch Bauernjugend wagt bei Tagung Blick in die Zukunft
SBJ-Landesobmann Sieghard Alber ist überzeugt: „Mutig sein, nicht zögern und neue Ideen auf dem Betrieb einfach mal umsetzen lautet das Gebot der Stunde.“ Wie wichtig es ist sich über eigene Ideen und Erfahrungen mit anderen auszutauschen weiß Luca Marconcini, Vertreter der Jungbauern im Trentino: „Innovation entsteht nicht im Kämmerlein, sondern oft bei Gesprächen mit anderen Jungbauern, die einem mit ihren Erfahrungen weiterhelfen können.“

Innovation auch Thema bei SBJ-Fachtagung am 5. November
Die Südtiroler Bauernjugend wirft bei ihrer Fachtagung „Innovation – Der Bauer der Zukunft“ am 5. November in der Kellerei Meran in Marling auch einen Blick in die Zukunft. Zwei Impulsreferate beleuchten Trends und den Weg von der Idee zum Produkt. Fünf junge, innovative Bauern erzählen von ihren Erfahrungen. Beginn ist um 8.30 Uhr. Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen. Das genaue Programm ist hier zu finden.