Arbeitsberatung | 27.01.2017

Meldung des Personalstandes

Arbeitgeber mit mehr als 15 Beschäftigten unterliegen der Regelung der Pflichtanstellung von Menschen mit Behinderung. Sie müssen den Personalstand innerhalb 31. Jänner 2017 dem Arbeitsministerium ausschließlich auf elektronischem Wege mitteilen.

Menschen mit Behinderung sollen Chancen auf Arbeitsplätze haben. (Foto: Albrecht E. Arnold, www.pixelio.de)

Menschen mit Behinderung sollen Chancen auf Arbeitsplätze haben. (Foto: Albrecht E. Arnold, www.pixelio.de)

Auch im Jahr 2017 gilt, dass die Meldung nur dann zu machen ist, wenn sich aufgrund der Beschäftigungszahl, die Meldepflicht geändert hat. Stichtag der Beschäftigungssituation ist der 31. Dezember 2016.

Falls sich die Beschäftigungspflicht von Menschen mit Behinderung im Verlaufe des Jahres ändert, muss der Personalstand innerhalb von 60 Tagen mitgeteilt werden. Dies gilt z.B. wenn ein Betrieb am 31.12.2016 weniger als 15 Mitarbeiter beschäftigt, während des Jahres aber neue aufnimmt und somit die Grenze überschreitet. Zu beachten ist hier besonders, wie die Mitarbeiter gezählt werden (siehe nächster Absatz). Aufgrund dieser Meldepflicht innerhalb von 60 Tagen bei Erreichen der Grenze für die Meldepflicht, ist es unbedingt notwendig die Beschäftigungssituation während des Jahres zu überwachen.

Zählung der Mitarbeiter
Bei der Zählung der Mitarbeiter werden folgende Kategorien nicht mitgezählt:

  • Arbeitnehmer mit einem befristeten Vertrag von unter 6 Monaten
  • Lehrlinge und Leiharbeiter
  • Menschen mit Behinderung
  • Arbeiter, die als Führungskraft (dirigente) eingestuft wurden.

Arbeitnehmer, die mittels Teilzeitvertrag beschäftigt werden, zählen im Verhältnis zu der von ihnen geleisteten Arbeitszeit. (z.B. 0,5 bei 50% Teilzeit).
Seit dem Jahr 2012 werden bei der Zählung der Mitarbeiter, Arbeiter mit einem befristeten Vertrag von unter 6 Monaten für die Berechnung nicht herangezogen werden, vorher lag diese Grenze bei 9 Monaten. Somit zählen mehr Mitarbeiter bei der Berechnung der Grenzen.
Ab 35 Mitarbeitern müssten zudem 2 Menschen mit Behinderung aufgenommen werden.

Tätigkeit in mehreren Provinzen und mehreren Sektoren
Falls der Betrieb in mehreren Provinzen einen Betriebssitz hat, zählt die Gesamtzahl an Mitarbeitern. Der Betrieb kann jedoch frei entscheiden in welcher Provinz er den Mensch mit Behinderung beschäftigen will.
Dasselbe gilt, wenn der Betrieb mehrere Tätigkeiten hat. Auch hier gilt, dass die Gesamtzahl an Mitarbeiter zu beachten ist.

Die Abteilung Arbeitsberatung/Löhne des Südtiroler Bauernbundes nimmt bei Bedarf auch die Meldung vor. In diesem Falle werden die entstanden Kosten verrechnet.