Marketing | 17.02.2017

SIAE- und SCF-Gebühren einzahlen

Für Fernseh- und Radiogeräte, welche in Beherbergungs- oder Schankbetrieben zur Verfügung gestellt werden, muss alljährlich die SIAE-Gebühr bezahlt werden. Endtermin ist der 24. März, außerdem ist innerhalb Mai die SCF-Gebühr fällig, falls Tonträger in öffentlichen Betrieben abgespielt werden.

SIAE-Gebühren sind nur für tatsächlich vorhandene Geräte fällig.

SIAE-Gebühren sind nur für tatsächlich vorhandene Geräte fällig.

Die SIAE-Gebühr wird sofort bei der Neuanschaffung der Geräte fällig bzw. in den folgenden Jahren normalerweise innerhalb Ende Februar. Für das Jahr 2017 wurde der  Termin auf den 24. März aufgeschoben und es gelten die in der Tabelle angeführten Tarife.

Tarife für erstes Gerät
Die Tarife gelten für das jeweils erste Gerät. Für jedes weitere Gerät bis zu einer Zahl von zehn Geräten werden weitere zehn Prozent pro Gerät aufgeschlagen. Darüber hinaus beträgt der Aufschlag fünf Prozent pro Gerät. Es muss nur für die effektiv vorhandenen Geräte bezahlt werden, d. h. wenn nur TV-Anschlüsse vorhanden sind, werden diese nicht berechnet.
Für jeden getrennten Lautsprecher (z. B. bei einer Stereoanlage) wird ein Aufschlag von zehn Prozent berechnet. Mitglieder des Südtiroler Bauernbundes erhalten auf die oben angeführten Tarife einen Preisnachlass von 15 Prozent. Hinzu kommen noch eine Verwaltungsgebühr sowie die Mehrwertsteuer.

Betriebe, die bereits einzahlen
Betriebe, die bereits in den vergangenen Jahren die Gebühren eingezahlt haben, erhalten die Zahlungsaufforderungen zugeschickt. Die Einzahlung muss in diesem Falle nicht mehr im SIAE-Büro erfolgen, sondern kann in der Bank erledigt werden.
In der Zahlungsaufforderung ist der Bauernbund-Preisnachlass bereits eingerechnet. Trotzdem sollte jeder die Daten der Aufforderung genau kontrollieren und gegebenenfalls korrigieren.
Direkt bei der SIAE müssen dann nur mehr eventuelle Änderungen und Fehler gemeldet werden. Wer die Zahlungsaufforderung nicht rechtzeitig erhalten hat, sollte die Gebühr vor der Fälligkeit direkt in den SIAE-Büros bezahlen.

Neue Betriebe: An SIAE-Büros wenden
Betriebe, die erstmals die SIAE-Gebühren entrichten, müssen sich direkt an die SIAE-Büros wenden. Um den Bauernbund-Preisnachlass beanspruchen zu können, muss eine Mitgliedsbestätigung des Südtiroler Bauernbundes vorgelegt werden. Diese Bestätigung kann in den Bauernbund-Bezirksbüros abgeholt werden. Jene Betriebe, die einen Zugang zu den Bauernbund-Online-Diensten haben, können diese Bestätigung direkt von zu Hause aus unter der Rubrik „Einstellungen/Stammdaten“ am Ende der Seite herunterladen und ausdrucken.

Konvention für Schankbetriebe
Für Schankbetriebe, die die Konvention des Südtiroler Bauernbundes nutzen und die Autorengebühren für Live-Musik pauschal einzahlen, beträgt die Jahresgebühr ganzjährig 150 Euro, halbjährlich 100 Euro und trimestral 60 Euro. Bei Vorlage der Bauernbund-Mitgliedsbestätigung wird ein Preisnachlass von 25 Prozent gewährt.
Mit der Bezahlung dieser Pauschalsumme sind sämtliche Musikdarbietungen für die entsprechende Zeitperiode abgedeckt. Es muss sich allerdings vorwiegend um Volksmusik mit traditionellen Instrumenten handeln, welche nicht von Profimusikern gespielt werden.

SCF-Gebühren bis spätestens 31. Mai einzahlen
Das Autorengesetz sieht nicht nur für die Künstler, sondern auch für die Hersteller der Tonträger eine Entschädigung vor, wenn ihre Werke in öffentlichen Betrieben abgespielt werden. Während die Künstler durch die SIAE vertreten werden, haben sich die Hersteller von Tonträgern in der SCF (Società Consortile Fonografici) zusammengeschlossen.
Seit 2011 ist die SIAE mit der Einhebung der Gebühr für Gastbetriebe und somit auch für UaB beauftragt. Auch UaB-Betriebe, die ihre Unterkünfte mit Fernseher, Radios usw. ausgestattet haben, müssen diese Gebühren bezahlen. UaB-Betriebe fallen dabei in die niederste Kategorie (Betriebe mit bis zu 30 Betten). Für diese Betriebe beträgt die Grundgebühr heuer 63,80 Euro. Hinzu kommt eine Verwaltungsgebühr von 3 Euro sowie die Mehrwertsteuer. Die Gesamtsumme beträgt somit 81,50 Euro.
Jene Betriebe, die der SIAE bereits bekannt sind, erhalten für beide Gebühren (SIAE und SCF) eine Zahlungsaufforderung von der SIAE und können die Gebühr bei der Bank einzahlen.
Die erste Einzahlung der Gebühren und die Änderungsmeldungen müssen auch in diesem Fall direkt in den Büros der SIAE (Adressen siehe unten) erfolgen. Die Büros sind jeweils von 9 bis 12 Uhr geöffnet.


SIAE-Gebühren 2017 

Kategorie SIAE

Radio

CD, Schallplatten

Fernseher

Videogeräte

4. Kat.: Beherbergungsbetriebe bis 30 Betten, Schankbetriebe bis 30 Sitzplätzen

48,60€

111,90€

152,80€

459,00€

3. Kat.: Beherbergungsbetriebe über 30 Betten, Schankbetriebe über 30 Sitzplätzen

58,70€

134,40€

190,30€

459,00€


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Adressen der SIAE-Büros
- Bozen, Crispistraße 9
- Brixen, Köstlaner Straße 28
- Bruneck, Dietenheimer Straße 4
- Meran, Sparkassenstraße 10
- Schlanders, Krankenhausstraße 2/A