Arbeitsberatung | 28.03.2017

Bezahlung mit Voucher abgeschafft

Mit einer Notverordnung hat die Regierung die Möglichkeit Arbeiter über Wertgutscheine den sog. Voucher zu bezahlen, abgeschafft.

Mit einer Notverordnung hat die Regierung die Möglichkeit Arbeiter über Wertgutscheine den sog. Voucher zu bezahlen, abgeschafft. Eine Ausnahme gilt lediglich für jene Wertgutscheine, welche bei Inkrafttreten der Notverordnung bereits angekauft waren. Stichtag ist dabei der 17. März 2017. Die Notverordnung wurde nämlich am 17. März von der Regierung verabschiedet und noch am selben Tag im Amtsblatt der Republik veröffentlicht. Somit können alle Wertgutscheine, welche noch im Betrieb sind, bis zum 31. Dezember 2017 aufgebraucht werden. Für die Verwendung der Wertgutscheine gelten dabei die bisher gültigen Bestimmungen. Für die Landwirtschaftsbetriebe bedeutet dies, dass mit den bereits angekauften Voucher Pensionisten, Studenten (bis zu einem Alter von 25 Jahren) und Bezieher von Arbeitslosenzahlungen beschäftigt werden können. Aufrecht bleibt somit auch, dass die Voucher auf der Internetseite des NISF/INPS aktiviert werden müssen und dass 60 Minuten vor Tätigkeitsbeginn das E-Mail an das Arbeitsinspektorat verschickt werden muss.

Die autorisierten Verkäufer von Voucher, vor allem die Tabaktrafiken dürfen seit dem 17. März keinen Voucher mehr verkaufen. Falls der Kauf trotzdem danach erfolgt ist, sind diese Voucher ungültig und müssen zurückgegeben werden.

Die Notverordnung wurde in Form eines Gesetzesdekretes erlassen und muss somit von beiden Kammern des Parlaments in ein ordentliches Gesetz umgewandelt werden. Hier sind allerdings keine Änderungen zu erwarten. Die Bestimmungen gelten auch für alle anderen Wirtschaftssektoren, für die öffentliche Verwaltung, für Vereine und auch für die privaten Haushalte.