Bauernbund | 04.04.2017

„Wer weit denkt, kauft nah ein“

Der hds und der Südtiroler Bauernbund starten eine neue Gemeinschaftsaktion für den Verkauf von lokalen Frischeprodukten in Südtirols Lebensmittelgeschäften.

In Zukunft sollen mehr Lebensmittel von heimischen Produzenten im Handel zu finden sein, sind sich hds und SBB einig.

In Zukunft sollen mehr Lebensmittel von heimischen Produzenten im Handel zu finden sein, sind sich hds und SBB einig.

Qualität, lokale Produkte und Kreisläufe, kurze Transportwege, Nachhaltigkeit, Rückverfolgbarkeit der Produkte, Transparenz sowie persönlicher Kontakt – kurzum Vertrauen gegenüber Produkt, Händler und Produzent werden bei den Konsumenten immer wichtiger, auch in Südtirol.

Bauern und Händler einander näher bringen
Ausgehend von dieser Entwicklung lancieren der hds – Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol und der Bauernbund mit diesem Frühjahr eine neue, gemeinsame Initiative. Bei der Aktion „Wer weit denkt, kauft nah ein“ geht es darum, Südtirols Lebensmitteleinzelhändler und einheimische Bauern einander näher zu bringen, um somit der steigenden Nachfrage der Kundschaft vor allem nach Frischeprodukten, wie z.B. Obst oder Gemüse, gerecht zu werden.

300 Lebensmittelgeschäfte im Land beteiligt
Die Aktion wurde von hds-Präsident Walter Amort, Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler, Kaufmann Walter Rauch und Landwirt Daniel Rottensteiner im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt, die im Lebensmittelgeschäft und Nahversorgungsbetrieb „Rauch – Mein Dorfladele“ in Nals stattfand. Landesweit beteiligen sich über 300 Lebensmittelgeschäfte an der Aktion, vornehmlich Klein- und Familienbetriebe.
Neben den Produkten mit dem Bauernbund-Gütesiegel „Roter Hahn“ bietet Südtirols Lebensmitteleinzelhandel zusätzlich saisonale, frische Erzeugnisse von einheimischen Bauern an.

Einheitliche Kennzeichnung der Produkte
Und um auch diese Frischeprodukte innerhalb des allgemeinen Warensortiments verstärkt hervorzuheben und damit sowohl auf deren Herkunft/Produzenten wie auch auf die Inhaltsstoffe hinzuweisen, soll ab nun in den Geschäften eine einheitliche Produktkennzeichnung angewandt werden. Dabei geht es nicht um die Schaffung einer eigenen und neuen Marke, sondern um eine bessere Kennzeichnung der Frischeprodukte.
Die Kaufmannschaft im Lebensmittelhandel kann somit die Kundschaft verstärkt und gezielt auf das vielfältige Angebot von bäuerlichen Frischeprodukten hinweisen. Bei den verwendeten Auszeichnungsinstrumenten der Produkte ging es darum, diese nicht nur optisch ansprechend zu gestalten, sondern auch um eine einfache und zeitsparende Handhabe für den Kaufmann. Für den Kassen- und Thekenbereich gibt es zusätzlich eigene Informationsschilder.

Nahversorgung in jeder Hinsicht stärken
hds-Präsident Walter Amort und Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler erklärten abschließend: „Mit dieser einfachen, aber weitreichenden Aktion möchten wir unsere regionalen Kreisläufe stärken und das Bewusstsein bei den Konsumenten für lokal produzierte Produkte wecken. Letztendlich geht es auch um die Stärkung der Nahversorgung in jeder Hinsicht“,