Bauernbund | 09.06.2017

Studenten analysieren Bauernhöfe

Studierende der Agrarwissenschaften und Umweltmanagement an der Uni Bozen präsentierten kürzlich einer Jury ihre Gruppenarbeiten zum Thema „Betriebswirtschaftliche Analyse ausgewählter Südtiroler Bauernhöfe“. Die besten von ihnen holten sich den SBB-Preis, der in diesem Jahr zum sechsten Mal vergeben wurde.

Die Siegergruppe des SBB-Preises 2017 mit Bauernbund-Vizedirektor Ulrich Höllrigl (l.) und Prof. Christian Fischer (r.)

Die Siegergruppe des SBB-Preises 2017 mit Bauernbund-Vizedirektor Ulrich Höllrigl (l.) und Prof. Christian Fischer (r.)

Acht landwirtschaftliche Betriebe wurden von den Studierenden analysiert – acht Betriebe wie sie unterschiedlicher nicht sein können: vom Apfel- und Weinbaubetrieb (Bio und integriert) über Viehhaltungsbetriebe mit und ohne Urlaub auf dem Bauernhof bis hin zum Bio-Kräuter-Hof. Die Studenten hatten die Aufgaben, anhand der vom Südtiroler Bauernbund zur Verfügung gestellten Buchhaltungsdaten die Betriebssituation zu erfassen und nach Gesprächen mit den Betriebsleitern Vorschläge zu erarbeiten, um die Wirtschaftlichkeit der Höfe zu verbessern.

Siegergruppe beriet Bio-Betrieb aus Latsch
Die Ergebnisse der Analysen wurden einer Jury, bestehend aus Vertretern des Bauernbund, der Südtiroler Bäuerinnenorganisation und der Südtiroler Bauernjugend sowie der Freien Universität Bozen präsentiert. Diese kürte am Ende die drei Siegergruppen. Den ersten Preis sicherten sich Marion Götsch, Daniela Forcher und Matteo Delpero, die einen Bio-Apfelbaubetrieb aus Latsch analysierten und berieten. Auf Platz zwei landeten Gabriel Sicher, Enrico Grazzi und Sara Furlan Sie analysierten und berieten einen biodynamischen Mischbetrieb aus Leifers. Platz drei belegten schließlich David Elsler, Johanna Sachsalber, Elena Ioriatti und Rachele Zambelli, die einen integrierten Apfelbaubetrieb aus Algund analysierten und berieten.

Beide Seiten profitieren vom Projekt
Christian Fischer, der Studiengangsleiter des Bachelorlehrgangs, erklärt: „Das ganze Spektrum der Südtiroler Landwirtschaft war vertreten. Diese Vielfalt ist für die Studierenden natürlich sehr lehrreich und herausfordernd. Am Ende war es eine Win-Win-Situation sowohl für die zukünftigen Fach- und Führungskräfte, als für die beteiligten Landwirte selbst.“ Im Studium spielen gerade Fragestellungen der Zukunftsfähigkeit der heimischen landwirtschaftlichen Betriebe und der Aufwertung des Territoriums eine wichtige Rolle. „Das diesjährige Thema der Wirtschaftlichkeitsverbesserung dient dieser Mission“, betont Fischer.

Lob für Studenten vom Bauernbund
Bauernbund-Vizedirektor und Jurymitglied Ulrich Höllrigl dankte den Leitern des Projektes, Prof. Jonas Rossmanith und Prof. Christian Fischer, sowie den Studierenden: „Für uns als Bauernbund ist die Kooperation mit der Universität sehr wichtig. Dieses gemeinsame Studienprojekt setzen wir seit sechs Jahren um, und die Ergebnisse sind für uns als Verband stets sehr aufschlussreich. Gerade in diesem Jahr ist in der Projektpräsentation auch der Unterschied zwischen kleineren und größeren Betrieben in den Gruppen sehr gut herausgearbeitet worden.“