Marketing, Bauernbund | 16.06.2017

Nachhaltig urlauben am Bauernhof

Nachhaltigkeit wird immer wichtiger, und das nicht nur beim Essen, sondern auch im Urlaub. Passend zu Ferienbeginn und anlässlich des Internationalen Jahres des nachhaltigen Tourismus erinnert der Südtiroler Bauernbund an eine besonders nachhaltige Form des Urlaubens: den Urlaub auf dem Bauernhof in Südtirol.

Ein wichtiger Aspekt beim Urlaub auf dem Bauernhof in Südtirol ist der Umweltgedanke.

Ein wichtiger Aspekt beim Urlaub auf dem Bauernhof in Südtirol ist der Umweltgedanke.

Über 1.600 bäuerliche Familien bieten auf ihren Höfen Urlaub auf dem Bauernhof unter der Marke „Roter Hahn“ an. Seit dem Jahr 2000 haben die Nächtigungen in diesem kleinen, aber feinen Urlaubssegment um knapp 200 Prozent zugelegt. „Immer mehr Menschen schätzen die Nähe zur Natur, den Kontakt mit der Landwirtschaft und die familiäre Atmosphäre. Da Nachhaltigkeit und Natur Megatrends sind, dürfte der Erfolg weiter anhalten“, ist Bauernbund-Landesobmann Leo Tiefenthaler überzeugt.
Der Urlaub auf dem Bauernhof ist nicht nur ein zusätzliches touristisches Angebot, sondern erfüllt gleich drei Nutzen: einen sozialen, einen ökonomischen und einen ökologischen.

UaB sichert Fortbestand der Höfe und bringt Wertschöpfung
„Da viele bäuerliche Betriebe von der Landwirtschaft alleine nicht mehr leben können, sichert der Urlaub auf dem Bauernhof in vielen Fällen die Weiterbewirtschaftung der Bauernhöfe und damit die Produktion von hochwertigen Lebensmitteln sowie die Pflege der Kulturlandschaft“, erinnert Tiefenthaler. Zudem bringt der UaB Wertschöpfung ins Land. Immerhin zählt der UaB über 2,5 Millionen Nächtigungen.

Kleinstrukturiert und umweltbewusst
 Ein wichtiger Aspekt, gerade im Internationalen Jahr des nachhaltigen Tourismus, ist der Umweltgedanke beim Urlaub auf dem Bauernhof in Südtirol. „Im Gegensatz zu anderen Regionen ist der UaB bei uns klein und familiär. Unsere Betriebe dürften maximal fünf Ferienwohnungen oder acht Zimmer pro Betrieb anbieten“, betont Tiefenthaler. Zudem legt das Qualitätssiegel „Roter Hahn“ großen Wert auf Umwelt und Natur, was sich auch in den Kriterien für die Vergabe der Blumen zur Klassifizierung der Betriebe widerspiegelt. „Wir achten sehr auf die Verwendung heimischer, natürlicher Materialien. Auch andere umweltbewusste Maßnahmen, wie z. B. die Nutzung erneuerbarer Energiequellen oder die Verwendung biologisch abbaubarer Reinigungsmittel, spielen eine große Rolle“, unterstreicht TIefenthaler.
Zudem sieht der „Roter Hahn“ Spezialisierungen vor, wie den „Bio-Bauernhof“ oder den „Klimabauernhof“. In Zukunft wird es auch den sog. „Arche-Bauernhof“ geben, wo vom Aussterben bedrohte Tierrassen gehalten werden.

Verwendung und Förderung heimischer Produkte
Ein zusätzliches wichtiges Kriterium, das auch für die weiteren „Säulen“ der Marke „Roter Hahn“ - die Qualitätsprodukte vom Bauern, das bäuerliche Handwerk und die bäuerlichen Schankbetriebe - zutrifft, ist die Verwendung heimischer Produkte. „Bäuerinnen und Bauern, die einen Schankbetriebe führen, müssen einen großen Teil der Produkte, die in der Küche verwendet werden, am eigenen Hof herstellen. Der Rest muss von anderen bäuerlichen Betrieben im Land zugekauft werden. In den Buschenschankbetrieben darf zudem ausschließlich Wein des Hofes serviert werden“, erklärt Tiefenthaler. Bei den bäuerlichen Qualitätsprodukten, die ab Hof, auf Bauernmärkten oder in Geschäften verkauft werden, müssen 75 Prozent des Rohprodukts vom eigenen Hof kommen.
Forciert wird seit einigen Jahren das Frühstück am Bauernhof, bei dem ebenfalls vorwiegend Produkte des Hofes auf den Tisch gelangen.
Der Urlaub auf dem Bauernhof bietet somit eine gute Gelegenheit, nachhaltig zu urlauben. Der Erfolg gibt der Marke „Roter Hahn“ auf alle Fälle recht.