Markt, Internationales | 06.09.2017

EU: Rindfleischexport läuft gut

Die Exporteure von Lebendrindern und Rindfleisch in der Europäischen Union haben im ersten Halbjahr 2017 gute Geschäfte gemacht und ihre Umsätze im Vorjahresvergleich steigern können. von AgraEurope

Im ersten Halbjahr ist der Export von Rindfleisch aus der EU deutlich gestiegen. (Foto: Pixabay/sandrahabek)

Im ersten Halbjahr ist der Export von Rindfleisch aus der EU deutlich gestiegen. (Foto: Pixabay/sandrahabek)

Nach Angaben der EU-Kommission legte der Drittlandsabsatz gegenüber den ersten sechs Monaten 2016 um 52360 Tonnen oder 15,9 Prozent auf 381260 Tonnen Schlachtgewicht (SG) zu. Das war die höchste Menge seit mehr als zehn Jahren. Die aus dem Export resultierenden Erlöse summierten sich auf 1,20 Milliarden Euro; das waren rund 138 Millionen Euro beziehungsweise 13 Prozent mehr als in der ersten Jahreshälfte 2016.

Hongkong wichtigster Absatzmarkt
Großen Anteil am florierenden Export hatte vor allem die Rindfleischausfuhr einschließlich Nebenerzeugnissen. Diese stieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 um 23 Prozent auf 267.400 Tonnen. Dabei legten insbesondere die Lieferungen nach Hongkong überdurchschnittlich stark zu, sodass Hongkong mittlerweile der wichtigste Absatzmarkt der EU-Anbieter ist. 

Weniger Lebendtiere in die Türkei
Bei der Ausfuhr von Lebendrindern, die in den vergangenen zwei Jahren einen regelrechten Boom erlebte, scheint dagegen die Luft etwas heraus zu sein. Der Verkauf in Drittstaaten blieb laut EU-Kommission im ersten Halbjahr 2017 mit 497.030 Rindern um rund 10.000 Tiere unter dem Vorjahresniveau. Vor allem der Hauptkunde Türkei bestellte weniger Rinder in der EU, was jedoch durch höhere Lieferungen nach Israel und Russland weitgehend ausgeglichen werden konnte.