Markt | 10.01.2018

Aktuelles Kovieh-Preisbarometer

Die Versteigerungen des Viehvermarktungskonsortiums Kovieh sind immer ein guter Gradmesser für den Rindermarkt in Südtirol. Wir bringen hier regelmäßig die aktuellen Preistrends bei den Kälber- und Schlachtviehversteigerungen. von Bernhard Christanell

Die Kovieh-Versteigerungen in Bozen und St. Lorenzen sind ein Fixpunkt im Versteigerungskalender. (Foto: Othmar Seehauser)

Die Kovieh-Versteigerungen in Bozen und St. Lorenzen sind ein Fixpunkt im Versteigerungskalender. (Foto: Othmar Seehauser)

Bis auf die Sommermonate finden wöchentlich Kälberversteigerungen in Bozen Süd sowie abwechselnd Schlacht- und Mastviehversteigerungen in Bozen bzw. St. Lorenzen statt. Wegen Umbauarbeiten an der Versteigerungsanlage in St. Lorenzen werden die Versteigerungen des Kovieh bis voraussichtlich Anfang 2018 allesamt in Bozen abgehalten.

Die Grafiken unten bieten einen aktuellen Überblick über die Preisentwicklung der vergangenen Monate. Angegeben sind jeweils die durchschnittlichen Kilopreise ohne Mehrwertsteuer.

Kälberpreise: Preisniveau sehr gut
Bei den Kälberpreisen fällt seit längerer Zeit auf, dass die Preise für Blau-Belgier-Kreuzungen bei männlichen und weiblichen Tieren annähernd gleich hoch sind. Zurückzuführen ist dies auf die anhaltend hohe Nachfrage aus dem oberitalienischen Raum nach Tieren, die in Italien geboren sind. 
Bei der Versteigerung vom 15. Jänner lagen die Preise für weibliche Tiere mit durchschnittlich 7,02 €/kg sogar zum zweiten Mal in Folge über jenen der männlichen Blau-Belgier-Tiere. Diese erzielten einen Durchschnitts-Kilopreis von 6,62 Euro.

Für die einzelnen Rassen war die Preistendenz zu Jahresbeginn etwas unterschiedlich: Am 15. Jänner gab es für Fleckvieh-Kälber im Schnitt 5,53 €/kg, für Grauvieh-Kälber gab es 4,10 €/kg, für die Pinzgauer-Kälber gab 3,28 €/kg, für Holstein-Kälber gab es 2,29 €/kg und für Braunvieh-Kälber gab es 1,88 €/kg. 
Die teilweise hohen Schwankungen bei den Pinzgauer-Kälbern ist vor allem der relativ geringen Anzahl an Tieren geschuldet, die von dieser Rasse bei den Versteigerungen aufgetrieben werden. 

Schlacht- und Mastvieh: Neue Daten seit Jahresbeginn
Die Grafik zu den Schlachtvieh-Versteigerungen zeigt die Durchschnittspreis für die Kühe erster und zweiter Klasse – und seit Jahresbeginn neu auch jene für Kalbinnen, Jungrinder, Schafe und Lämmer. Ähnlich wie bei den Kälberversteigerungen gibt es auch hier teils hohe Schwankungen wegen geringer Auftriebszahlen – und zwar bei den Kalbinnen und Jungrindern.
Das Preisniveau blieb bei den Kühen zu Jahresbeginn recht stabil und lag für erstklassige Kühe am 9. Jänner bei 1,45 €/kg, für zweitklassige Kühe gab es 1,07 €/kg. Die Kalbinnen erzielten durchschnittlich 1,36 €/kg, Jungrinder kamen auf 1,80 €/kg.
Mit einem Durchschnittspreis von 2,30 €/kg erzielten die Lämmer den Spitzenpreis, für Schafe gab es hingegen genau die Hälfte, nämlich 1,15 €/kg.


Detaillierte Infos zu den aktuellen Preisen gibt es jeweils hier auf der Webseite des Kovieh.