Markt | 16.01.2018

Kovieh verzeichnet Vermarktungsplus

Im Jahr 2017 hat das Viehvermarktungskonsortium Kovieh insgesamt 91 Versteigerungen abgehalten, bei denen 44.190 Tiere verkauft wurden. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr ein leichtes Plus.

Die Osterochsen-Versteigerung war auch im abgelaufenen Jahr einer der unumstrittenen Höhepunkte.

Die Osterochsen-Versteigerung war auch im abgelaufenen Jahr einer der unumstrittenen Höhepunkte.

In Bozen fanden im Laufe des Jahres 46 Kälberversteigerungen mit insgesamt 25.669 Kälbern statt. Je Versteigerung wurden im Schnitt 558 Kälber verkauft. Ebenfalls in Bozen fanden 39 Schlacht- und Mastviehversteigerungen statt, bei denen 10.414 Rinder, 31 Kälber, 65 Pferde und 6714 Kleintiere verkauft wurden. Dies sind insgesamt 17.224 Tiere, was je Versteigerung im Schnitt 442 Stück ausmachte.

In St. Lorenzen fanden im Jahr 2017 nur sechs Schlacht- und Mastviehversteigerungen statt, da mit Anfang April Umbauarbeiten in der Versteigerungsanlage begonnen haben. Bei den sechs abgehaltenen Versteigerungen wurden 812 Rinder, ein Pferd, drei Kälber und 54 Kleintiere vermarktet. Insgesamt sind dies 870 Tiere, was je Versteigerung im Schnitt 145 Stück ausmachen.

Der Monat mit den höchsten Verkaufszahlen war der Oktober mit 4798 Tieren, jener mit dem geringsten Andrang war der Juni mit 2463 Tieren. Die Kälberversteigerung mit den höchsten Auftriebszahlen war jene vom 18. Dezember mit 928 Stück. Die Schlacht-, Mastvieh- und Kleintierversteigerungen mit der höchsten Zahl an verkauften Tieren war jene vom 28. März mit 812 Stück. Zudem wurden 427 Tiere im Rahmen des Südtiroler Qualitätsfleischprogramms tot vermarktet.

Preise bei Kälbern und Rindern im Plus
Die Kälberpreise lagen 2017 leicht über denen des Vorjahres. Das Preisplus beträgt insgesamt 5,6 Prozent. Die Anzahl der angelieferten Kälber hat im Vergleich zum Vorjahr um 1568 Stück zugenommen. Bei den Rindern liegt der Jahresdurchschnitt um 6,5 Prozent höher als jener des Vorjahres. Die Anzahl der vermarkteten Rinder nahm jedoch um 1056 Stück ab. Bei den Pferden und Fohlen gab es einen Preisrückgang von 11,5 Prozent. Die Preise bei den Kleintieren waren um 2,8 Prozent niedriger als 2016.

Kovieh Bilanz 2017

Jedes zehnte Tier wird exportiert
Im Jahr 2017 betrug der Exportanteil bei den Rindern 1185 Stück, welche 10,6 Prozent der gesamt vermarkteten Rinder entsprechen. Davon wurden 1127 Tiere nach Deutschland, 14 Tiere nach Belgien und 44 Tiere nach Holland exportiert. Die starke Exporttätigkeit der Firma Weger Italy trug wesentlich zur positiven Preisentwicklung bei. Bei den Kälbern wurden 120 Tiere nach Polen exportiert.

Plus auch für Qualitätsfleisch
Ein erneutes Vermarktungsplus von 42 Tieren konnte bei der Totvermarktung des Kovieh über das Südtiroler Qualitätsfleischprogramm verzeichnet werden. Hier konnten in sämtlichen Kategorien die Vermarktungspreise leicht angehoben werden. Lediglich der größere Anteil an vermarkteten Vollmilchkälbern (88 Stück zu einem durchschnittlichen Gesamtpreis von 923,10 Euro) drückt den Durchschnitts-Gesamtvermarktungspreis leicht unter jenen des Vorjahres.

Die jeweils aktuellen Preise der Kovieh-Versteigerungen gibt es wöchentlich hier im Kovieh-Preisbarometer.