Politik, Internationales | 25.01.2018

Rupprechter legt Mandat nieder

Der frühere österreichische Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter wird Ende Jänner sein politisches Mandat im Nationalrat niederlegen. Er kehrt zu seinem früheren Arbeitgeber, dem Europäischen Rat in Brüssel, zurück. von AgraEurope

Andrä Rupprechter kehrt an seine frühere Wirkungsstätte in Brüssel zurück. (Foto: Alexander Haiden)

Andrä Rupprechter kehrt an seine frühere Wirkungsstätte in Brüssel zurück. (Foto: Alexander Haiden)

Nach Brüssel übersiedeln wird Rupprechter aber voraussichtlich erst 2019. Zunächst wird er als EU-Beamter des Generalsekretariats des Rates weiterhin in Österreich bleiben. Bis Ende 2018 sei er als „Sonderberater Wien für die Ratspräsidentschaft Österreichs“ zugeteilt, erklärte Rupprechter gegenüber der „Tiroler Tageszeitung“. Seine Aufgabe werde es sein, die österreichische Regierung und die dortigen Behörden zu beraten. Nach dem Ende der sechsmonatigen Ratspräsidentschaft Österreichs ab Juli bis Dezember bleibe er im Generalsekretariat des Rates im „Senior Management“, führte Rupprechter aus.

Möglicher nächster Agrarkommissar?
Derweil werden dem ÖVP-Politiker, der von 2013 bis 2017 das „Lebensministerium“ führte, das die Themen Landwirtschaft und Umwelt umfasste, auch Ambitionen als künftiger EU-Kommissar nachgesagt. Rupprechter hoffe darauf, nach den EU-Wahlen 2019 den derzeitigen österreichischen Kommissar Johannes Hahn, der seit 2014 in der Brüsseler Behörde für Nachbarschaftspolitik und Erweiterungsfragen zuständig ist, zu beerben. Wunschagenda des 56-jährigen Rupprechter sei aber die Landwirtschaftspolitik.

Für Rupprechter soll im Parlament der Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Tirol, Josef Lettenbichler, nachrücken. Die Zahl der Bauernfunktionäre im Nationalrat schrumpft mit dem Abgang des früheren Landwirtschaftsministers auf 14. Der Tiroler Bauernbund wird dort künftig nur noch von Hermann Gahr vertreten sein.