Markt | 08.03.2018

Super Preise für Osterochsen

Sehr gute Preise bei den Gsieser Ochsen mit geschütztem Gütesiegel, bei den Ochsen von der Kämpfealm, bei den Kühen und bei den Qualitätstieren und eine stolze Summe von 10.561,54 Euro für die Südtiroler Krebshilfe: Das ist das Ergebnis der Osterochsenversteigerung des Kovieh in St. Lorenzen.

Die Gsieser Ochsen  waren der unumstrittene Höhepunkt des Tages. (Foto: Othmar Seehauser)

Die Gsieser Ochsen waren der unumstrittene Höhepunkt des Tages. (Foto: Othmar Seehauser)

Zahlreiche Bauern, Käufer und Schaulustige waren angereist, um die 34. Auflage der Osterochsenversteigerung mitzuverfolgen. Zur Klasse der Qualitätstiere gehörten in diesem Jahr 16 Kalbinnen, neun Jungrinder, zwei Stiere und fünf Ochsen. Die erzielten Preise in den einzelnen Kategorien waren sehr gut. Der durchschnittliche Kilopreis bei den Kühen lag bei 1,41 Euro plus MwSt. je Kilogramm Lebendgewicht. Er lag somit 10 Cent höher als im vergangenen Jahr. Insgesamt wurden 249 Tiere versteigert.

Gsieser Ochsen mit geschütztem Gütesiegel

Die Gsieser Ochsen erfreuen sich mittlerweile sehr großer Bekanntheit. In diesem Jahr trieben die Gsieser Ochsen-Züchter 16 Ochsen mit geschütztem Gütesiegel auf die Versteigerung auf. Der Durchschnittspreis lag heuer bei 4,48 Euro plus MwSt. je Kilogramm Lebendgewicht und war somit um 17 Cent höher als im vergangenen Jahr.
Den höchsten Kilopreis erzielte der 863 kg schwere Ochse „Luis“ von Taschler Johann, Lumpen in Gsies mit 5,28 Euro plus MwSt. je Kilogramm Lebendgewicht. Der Ochse war mit einem Gesamtpreis von 5.012,30 Euro zugleich auch der teuerste Gsieser Ochse mit geschütztem Gütesiegel. Gekauft wurde er vom Berggasthaus Dorfner in Montan und vom Restaurant zur Rose in Eppan, welche zur HGV-Gruppe „Südtiroler Gasthaus“ gehören. Weiters vertreten war die HGV-Gruppe „Südtiroler Gasthaus“ durch das Hotel Adler in Niederdorf und das Restaurant Durnwald in Gsies, welche zusammen den Ochsen „Berg“ ersteigerten.

Besitzer des schwersten Ochsen war Alfred Selbenbacher, Oberweckeler in Gsies. Der Ochse „Lois“ brachte stolze 968 Kilogramm auf die Waage und wurde von den Despar Fleischwerken aus Bozen gekauft. Die Despar Fleischwerke kauften ganze acht Stück der begehrten „Gsieser Ochsen“. Weiters kauften das Hotel Stoll in Gsies, die Metzgerei Weissteiner aus Niederdorf, die Metzgerei Laner Albert & CO OHG aus Bruneck, der Tourismusverein Gsiesertal, das Hotel Quelle in Gsies und der Binta Pub in Gsies einen Ochsen.

Großzügige Spende für die Krebshilfe
Ferdinand Seiwald bot in diesem Jahr sieben Ochsen von der Kämpfealm zum Verkauf an. Den Erlös des 787 Kilogramm schweren Ochse „Urban“ spendete er an die Krebshilfe Südtirol. Dieser wurde unter tosendem Applaus zu einem Kilopreis von 12,20 Euro und somit zu einem stolzen Gesamtpreis von 10.561,54 Euro von Kurt Winkler von der Winklerhotels GmbH ersteigert. Harter Konkurrent waren bis am Ende die Despar Fleischwerke aus Bozen. Der Ochse „Urban“ war somit auch das teuerste Tier der Versteigerung.
Einen Ochsen von der Kämpfealm ersteigerte auch die Metzgerei Thaler Andreas aus Leifers. Die weiteren fünf Ochsen wurden von den Despar Fleischwerken gekauft.
Die Käufer mit der höchsten Anzahl an Tieren und der höchsten Anzahl an Qualitätstieren erhielten einen Geschenkskorb mit Südtiroler Milchprodukten. Über diese Auszeichnung durften sich in diesem Jahr die Firma Weger Italy GmbH aus St. Johann im Ahrntal mit 61 ersteigerten Rindern und die Despar Flesichwerke aus Bozen mit 13 Qualitätstieren freuen.

Viele Ehrengäste vor Ort
Unter den Ehrengästen konnte Kovieh-Obmann Lorenz Gasser Altlandeshauptmann Luis Durnwalder, die Landtagsabgeordnete Maria Hochgruber Kuenzer, den SVP-Kammerabgeordneten Daniel Alfreider und den Bürgermeister von St. Lorenzen, Martin Ausserdorfer, begrüßen. Zudem bedankte er sich ganz herzlich bei den Züchtern der Gsieser Almochsen, sowie beim Gsieser Ochsenzüchter Ferdinand Seiwald. Auch für die musikalische Unterhaltung war gesorgt: die Jungen Bolgstoaner sorgten über die ganze Versteigerung für gute Stimmung.
Gemeinsam mit dem Verwaltungsrat und den Mitarbeitern des Kovieh freute sich Gasser über den großen Anklang der Osterochsen-Versteigerung sowie über den reibungslosen Ablauf. Der Obmann dankte allen Beteiligten, besonders dem Versteigerer Heinz Walter, der die Versteigerung mit viel Geschick leitete und zudem für viel Spaß und gute Stimmung sorgte.

Den kompletten Preisspiegel der Versteigerung sowie eine Auflistung der besten Käufer gibt es in der kommenden Ausgabe des „Südtiroler Landwirt“.

Hier geht's zum aktuellen Kovieh-Preisbarometer mit den aktuellen Versteigerungs-Preisen.


Der Spendenochse "Urban" wurde für die stolze Summe von 10.561,54 Euro versteigert. (Foto: Othmar Seehauser)

Der Spendenochse "Urban" wurde für die stolze Summe von 10.561,54 Euro versteigert. (Foto: Othmar Seehauser)