Produktion | 27.08.2018

Baumwanze: Population steigt

Die Population der Marmorierten Baumwanze ist in den letzten Wochen angestiegen. Darauf weist der Beratungsring für Obst- und Weinbau in einem Rundschreiben hin. Zwar haben die Fänge in den Aggregationsfallen bisher nur leicht zugenommen, es häufen sich allerdings die Funde von Eigelegen, Nymphen und Adulttieren.

Die Marmorierte Baumwanze breitet sich im Land weiter aus. (Foto: Südtiroler Beratungsring)

Die Marmorierte Baumwanze breitet sich im Land weiter aus. (Foto: Südtiroler Beratungsring)

Besonders starker Befall kann derzeit bei Ahorn-Bäumen in fast allen Gemeinden in der Etschtalsohle zwischen Meran und Salurn sowie in Naturns festgestellt werden. Attraktiv scheinen laut Rundschreiben des Beratungsrings besonders jene Arten zu sein, bei denen die Früchte noch grün sind. Auf diesen Bäumen finden sich auch viele frische Eigelege.
Letzthin wurden vereinzelt auch in den Apfelanlagen Funde registriert. Dort konnten vor allem in Anlagen in Gebäudenähe weitere einzelne Eigelege, Nymphen und Adulttiere gefunden werden (z. B. in Lana, Burgstall, Marling, Gargazon, Vilpian, Terlan, Gries, Grutzen oder Auer). Diese sind meistens an den Randreihen und/oder auf dem Hagelnetz zu finden. Schäden an Früchten konnten die Mitarbeiter des Beratungsringes in diesen Anlagen bisher noch nicht beobachten.

Kontrollen sehr wichtig
Periodische Kontrollen in den Anlagen sind – so betont der Beratungsring – in den kommenden Wochen sehr wichtig. Um eine Kontrolle richtig vorzunehmen, sollten folgende Punkte beachtet werden: Man sollte in den Morgenstunden kontrollieren, da sich die Wanzen bei kühleren Temperaturen langsamer bewegen. Die Kontrollen sollten vor allem im oberen Baumbereich vorgenommen werden. In Anlagen mit Hagelnetz sollte das Netz auf Adulttiere kontrolliert werden. Die Wanzen wandern zuerst in die Randreihen der Anlagen ein. Dies ist vor allem dort zu beobachten, wo diese z. B. an Gebäude oder an größere freie Flächen angrenzen.

Bevorzugte Anlagen
Anlagen in Waldnähe werden von den Wanzen bevorzugt. Auch andere Wirtspflanzen wie z.B. Sonnenblumen, Pfirsichbäume oder alle Gemüsearten in Anlagennähe ziehen die Wanzen an. Lichtquellen stellen nachts Anziehungspunkte für die Adulttiere dar. Der Beratungsring ruft die Bauern auf, eventuell auch ihnen bekannte Ahorn-Bäume in der näheren Umgebung der Anlagen zu überprüfen.
Über die geltenden Schadensschwellen und zur Verfügung stehenden Wirkstoffe können sich die Bauern im entsprechenden Rundschreiben des Beratungsrings informieren.