Markt | 21.09.2018

Aktuelle Zuchtvieh-Preise

Wie viel ist mein Zuchtvieh wert? Welche Preise sind gerade aktuell erzielbar? Diese Fragen stellen sich wohl alle Bauern, die Tiere zu den Versteigerungen der einzelnen Viehzuchtverbände schicken. Zur Orientierung gibt es hier eine Übersicht. von Bernhard Christanell

Wie viel ist mein Zuchtvieh wert? Mit dieser Frage kommen jedes Monat viele Bauern zu den Versteigerungen nach Bozen. (Foto: A. Bertagnoll)

Wie viel ist mein Zuchtvieh wert? Mit dieser Frage kommen jedes Monat viele Bauern zu den Versteigerungen nach Bozen. (Foto: A. Bertagnoll)

In der Regel gibt es für jede der in Südtirol gehaltenen Rinderrassen einmal monatlich eine Zuchtviehversteigerung, die vom jeweils zuständigen Viehzuchtverband abgewickelt wird. Die jeweiligen Durchschnittspreise werden im Anschluss an die jeweiligen Versteigerungen von den Viehzuchtverbänden veröffentlicht. In den untenstehenden Grafiken ist die Entwicklung der Durchschnittspreise seit Anfang 2017 zusammengefasst. Um eine aussagekräftige Orientierungsmöglichkeit zu bieten, beschränken wir uns dabei auf jene Rassen und Kategorien, für die regelmäßig eine Mindestzahl an Tieren zu den Versteigerungen geliefert werden. Mehr Informationen dazu stehen im Beschreibungstext bei den einzelnen Grafiken.
Grundsätzlich gilt: Die veröffentlichten Preise sollen eine Orientierung bieten, wie sich der Zuchtvieh-Markt in den vergangenen Monaten entwickelt hat – Rückschlüsse auf künftige Preisentwicklungen sollen und können sie nicht bieten.

Entwicklung der Durchschnittspreise
Detaillierte Informationen zu den einzelnen Rassen und Kategorien liefern die untenstehenden Grafiken. Hier nur kurz die wichtigsten Entwicklungen: Bei den Jungkühen bzw. Erstlingskühen verliefen die Versteigerungen seit Jahresbeginn sehr wechselhaft, ein allgemeiner Trend lässt sich nicht erkennen. Die höchsten Preise erzielten die Holstein-Kühe (Anfang Mai) und die Braunvieh-Kühe (im Jänner und April). Im September lagen die Braunvieh-Jungkühe mit einem Schnitt von 2191 Euro deutlich vor den anderen Rassen.
Bei den Kalbinnen lieferten sich die Rassen Fleckvieh und Holstein am Jahresbeginn ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bevor sich die Fleckvieh-Kalbinnen ab März etwas von den anderen Rassen absetzen konnten. Bei den Versteigerungen im September lagen die Holstein- und Fleckvieh-Kalbinnen fast gleichauf.
Klare Verhältnisse gab es lange Zeit es bei den Jungrindern – hier lagen die Fleckvieh-Tiere bei den Durchschnittspreisen von Herbst 2017 bis zum Juni durchwegs über 1000 Euro und damit deutlich über dem Durchschnitt der übrigen Rassen. Nach einem Rückfall in den Sommermonaten konnten die Fleckvieh-Jungrinder ihren Vorsprung im September wieder behaupten.
Auch bei den Kälbern lagen die Fleckvieh-Tiere im Monatsvergleich bis zum Sommer regelmäßig an der Spitze – und auch hier haben sie bei der Septmeber-Versteigerung wieder deutlich bessere Preise erzielt als ihre Artgenossen.














Die vollständigen Preisspiegel gibt es auf den jeweiligen Internet-Seiten der Viehzuchtverbände:

Braunviehzuchtverband
Rinderzuchtverband (Holstein + Grauvieh)
Fleckvieh