| 12.10.2018

Kandidaten mit Handschlagqualität

Am 21. Oktober brauchen Maria Hochgruber Kuenzer, Josef (Sepp) Noggler, Franz Locher und Joachim Reinalter Unterstützung – danach sind sie für die Landwirtschaft da! Diese Vier gehen als Kandidaten von SBB, SBO, SV und SBJ ins Landtagswahl-Rennen. von Ulrich Höllrigl, SBB-Vizedirektor

Josef (Sepp) Noggler, Franz Locher, Maria Hochgruber Kuenzer, Joachim Reinalter

Josef (Sepp) Noggler, Franz Locher, Maria Hochgruber Kuenzer, Joachim Reinalter

Was bei der Basiswahl im Jänner begann, soll nun vollendet werden: Die vier von Südtiroler Bauernbund, Bäuerinnenorganisation, Bauernjugend und Seniorenvereinigung unterstützten Kandidaten sollen am Sonntag, 21. Oktober mit breiter Untersützung der bäuerlich-ländlichen Bevölkerung den Sprung in den Südtiroler Landtag schaffen. Wenn dies gelingt, werden sie zu den direkten Ansprechpartnern der Mitglieder – denn nur sie haben mit den bäuerlichen Organisationen ein konkretes 50-Punkte-Wahlprogramm entwickelt. 

Ein Geben und Nehmen
Es ist ein Geben und Nehmen für beide Seiten. Der Vorteil für die Mitglieder: Die Kandidaten setzen sich genau für jene Punkte ein, die im Programm stehen.  Der Vorteil für die Kandidaten: Sie erhalten die Unterstützung der Mitglieder. Dieser Handschlag zwischen Bauernbund und Kandidaten – besiegelt durch das Programm – hat einen hohen Wert!
Doch blicken wir zurück: Zum Jahresbeginn hatte jedes Mitglied der vier bäuerlichen Organisationen die Möglichkeit, bei der Basiswahl zu kandidieren. Zehn Kandidaten verschiedener Parteien haben diesen Weg gewählt. Andere haben es aus Gründen, die zu respektieren sind, nicht getan. Dann haben die Mitglieder auf sehr demokratische Weise entschieden.

Basis wählte die Kandidaten aus
In der Folge hat der Landesbauernrat die vier bei der Basiswahl meistgewählten Personen als bäuerliche Landtagskandidaten nominiert. Sie werden nun von Bauernbund, Bäuerinnenorganisation, Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund und Bauernjugend tatkräftig unterstützt. Jetzt geht es darum, dass die Mitglieder dieser vier Organisationen das Ergebnis der Basiswahl auch auf die Landtagswahl übertragen.

Maria Hochgruber Kuenzer
Maria Hochgruber Kuenzer aus St. Georgen war Landesbäuerin und ist nun Vollblutpolitikerin. Ihr geht es um das Gestalten. Sie hat im Landtag das Gesetz für soziale Landwirtschaft vorangebracht und des Öfteren Standhaftigkeit bewiesen. 
Im Vordergrund steht bei ihr die Stärkung der bäuerlichen Familie als Rückgrat der Landwirtschaft. Sie wird folgende Anliegen konsequent verfolgen: Verwendung von mehr regionalen Lebensmitteln in öffentlichen Einrichtungen und Schutz bäuerlichen Eigentums vor Verschmutzung und Belastungen. 

Josef (Sepp) Noggler
Der Bauer und Agronom Josef (Sepp) Noggler aus Mals hat als Bürgermeister und im Landtag Erfahrung gesammelt. Er ist verfügt über fundierte Kenntnisse und nutzt alle Möglichkeiten, die die Politik bietet. Im Landtag hat er in den letzten zwei Perioden gezeigt, dass die Landwirtschaft mit ihm rechnen kann, ganz besonders bei der Raumordnung. 
Er verliert das Ziel nie aus den Augen, seine Taktik passt er dabei den Gegebenheiten an. Ein besonderes Anliegen ist ihm ausreichend und günstiges Wasser für die Landwirtschaft sowie ein attraktiver ländlicher Raum. Als Kirschenanbauer gilt sein Einsatz besonders dem Obst- und Weinbau. 

Franz Locher
Als Sarner Bürgermeister und Bauernbund-Funktionär hat sich der Bergbauer Franz Locher immer wortgewaltig für die Landwirtschaft, besonders die Berglandwirtschaft engagiert und durch seine durchsetzungsstarke Art viel erreicht. Sein Hausverstand ist auch im Landtag gefragt. 
Er setzt sich besonders für eine bessere Förderung der familienbetriebenen Landwirtschaft, für funktionierende Basisdienste im ländlichen Raum und für die Entnahme von Wölfen ein, damit die Almwirtschaft weiterhin betrieben werden kann. Bürokratieabbau ist ihm ein echtes Anliegen. 

Joachim Reinalter
Der Fohrerhofbauer aus Oberwielenbach, Bürgermeister von Percha und Obmann des Sennereiverbandes ist durch seine umsichtige und vorausschauende Art ein Gewinn für die Landwirtschaft. 
Ob es die Stärkung der Genossenschaften als verlängerter Arm der Höfe, die Zukunftssicherung für die Milchwirtschaft oder die Ermöglichung interessanter Zuerwerbe wie Urlaub auf der Alm ist: Er versucht beharrlich, andere zu überzeugen, um Mehrheiten zu gewinnen und ans Ziel zu gelangen. Im Landtag sind seine Eigenschaften gefragt.

Die wichtigsten Programmpunkte
Im Bauernbund ist man überzeugt: Alle Vier setzen sich gleichermaßen für die Landwirtschaft ein – sei es Obst-, Wein- oder Berglandwirtschaft. Das haben die bisherigen bäuerlichen Landtagsabgeordneten schon bewiesen, und die beiden Neuen werden dies, sollten sie gewählt werden, ebenso tun.
Es geht darum, Obst- und Weinbau erfolgreich weiterzuentwickeln und den Produktionsstandort Südtirol zu sichern. 
Landwirtschaft und lebendiger ländlicher Raum hängen ganz eng zusammen. Das ist allen vier Kandidaten sehr bewusst – auch aufgrund ihrer Lebens- und politischen Erfahrung. Ohne Arbeitsplätze, Wohnmöglichkeiten, aber auch funktionierende Gesundheits- und Sozialdienste, Nahversorgung, Straßen- und Internetnetze ist der ländliche Raum – so wie wir ihn kennen und schätzen – nicht aufrechtzuerhalten.
Die heimischen landwirtschaftlichen Produkte müssen noch stärker Eingang in öffentliche Mensen und Gastronomie finden. Hier gibt es noch einiges zu tun. 
Alle Vier stehen für eine entscheidungsfreudigere Politik. Die letzte Instanz bei Entscheidungen – selbstverständlich nach eingehender fachlicher Prüfung – muss die Politik sein. Denn dafür werden Politiker gewählt und nicht die Beamten.

Kandidaten im Video ansehen
Unsere Kandidaten zeigen sich in kurzen Videos von ihrer politischen, aber auch ganz privaten Seite. Was ist ihnen im Leben und in der Politik wichtig, an welche Werte glauben sie? 
Lernen Sie die Kandidaten besser kennen: in insgesamt acht Kurzvideos im Internet unter http://bit.ly/kandidaten2018

3 Fragen an Leo Tiefenthaler, Landesobmann Südtiroler Bauernbund

Südtiroler Landwirt: Warum braucht es viele bäuerliche Vertreter im Landtag? 
Wir haben im Landtag klar gesehen: Nur mit Mehrheiten erreicht man etwas. Unsere bäuerlichen Abgeordneten sind kompakt geblieben und haben so manche Kastanie aus dem Feuer geholt. Das hat uns auch den Vorwurf von zu viel Einfluss auf die Politik eingebracht. Dieser Neid ist uns Ansporn, das Maximum für unsere vier Kandidaten zu tun, damit wir auch in der neuen Legislaturperiode stark vertreten sind.

Wie können wir eine solche Vertretung sicherstellen?
Das Vorzugsstimmensystem kommt uns zugute. Die bäuerliche Bevölkerung gibt traditionell mehr Vorzugsstimmen als andere Schichten und hat damit im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung relativ viele Vertreter.
Mein Appell: Gebt am 21. Oktober auf jeden Fall alle vier Vorzugsstimmen – und zwar unseren vier Kandidaten! Viele andere werben um eure Stimmen. Aber ein konkretes Abkommen und gemeinsames Programm haben wir nur mit unseren Vier. Nur bei ihnen ist auch drin, was draufsteht. Nur mit ihnen haben wir im Landtag Partner mit Handschlagqualität.


Was können die Mitglieder von SBB, SBO, SV und SBJ für die Landwirtschaft tun?
John F. Kennedy sagte einmal: „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst!“ So ähnlich könnte man fragen: Was können wir Bäuerinnen, Bauern, bäuerliche Senioren und Jugend jetzt für die Landwirtschaft und eigene Zukunft tun? Schenken wir unseren Kandidaten am 21. Oktober das Vertrauen und stärken so die Landwirtschaft! Und werben wir bei Verwandten und Freunden für sie – also für uns!

LANDTAGSWAHLEN 2018

So wählt man richtig
Was Wählerinnen und Wähler wissen müssen, um am Wahltag eine gültige Stimme abzugeben! (Ausführliche Infos: http://wahlen.provinz.bz.it

Datum und Uhrzeit: 
21. Oktober, 7–21 Uhr  

Ausfüllen des Stimmzettels 
Bevorzugtes Listenzeichen (Symbol der Liste) ankreuzen. 
Rechts daneben sind eine bis vier Vorzugsstimmen möglich: Auf alle Fälle den Zunamen, möglichst auch den Vornamen der Kandidaten schreiben.
Achtung: Es ist nicht mehr möglich, nur die Nummer des Listenplatzes anzugeben.

Erforderliche Dokumente: 
Gültiger Wahlausweis und Personalausweis. Bei nicht vorhandenem Wahlausweis stellt das Gemeindewahlamt am 19. und 20. Oktober und am Wahltag selbst ein Ersatzdokument aus.

Mindestalter und Wohnsitz:
Am Tag der Wahl: Vollendetes 18. Lebensjahr, eingetragen in die Wählerlisten, seit mindes-tens vier Jahren in der Region Trentino-Südtirol ansässig und davon Wohnsitz mehrheitlich in Südtirol.