Bauernbund, Produktion | 12.11.2018

Rekordernte zum 10. Geburtstag

Pünktlich zum 10-jährigen Bestehen der Initiative „Kurtatscher Olivenöl“ wurde heuer die Rekordmenge von 5320 kg einheimischer Oliven in der Kellerei Kurtatsch angeliefert. Damit hatten die knapp 170 „Olivenbauern“ gleich zweifachen Grund zum Feiern.

Insgesamt wurden heuer über 5.000 Kilogramm Oliven geerntet.

Insgesamt wurden heuer über 5.000 Kilogramm Oliven geerntet.

Vor genau zehn Jahren startete eine Gruppe Bauern aus Kurtatsch die Initiative „Kurtatscher Olivenöl“. Vereinzelt hatten einige engagierte Bauern und Grundbesitzer in den Jahren zuvor Olivenbäume gepflanzt. Der Kurtatscher Bauernbund-Ortsobmann Otto Pomella berichtet: „Um die Oliven gemeinsam besser nutzen zu können, schlossen sich Interessierte der Initiative an. Von Jahr zu Jahr wurden es mehr. Heuer haben uns 170 Teilnehmer ihre Oliven gebracht.“ Die Erntemenge pro Teilnehmer reichte von 300 Gramm bis zu 200 Kilogramm, die Lieferanten kommen von Salurn bis Kastelbell.

Ernte in zehn Jahren vervielfacht
Zwar sind die Mengen gegenüber den klassischen Olivenanbaugebieten nach wie vor bescheiden und werden es wohl auch bleiben, „für Südtirol sind 5320 kg Oliven bester Qualität dennoch ein respektables Ergebnis“, ist Pomella überzeugt. Vor allem, wenn man bedenkt, dass im ersten Jahr lediglich 170 kg Oliven angeliefert wurden.
Die heurige Ernte wurde wiederum zur Gänze in Riva am Gardasee zu Olivenöl gepresst. „Mit der Ölmühle Agririva besteht eine langjährige Partnerschaft. Öfters schon waren die Olivenexperten bei uns und haben uns beraten“, erklärt Pomella.
Auch die Ausbeute an Olivenöl kann sich sehen lassen. „Insgesamt haben wir 548 Liter Olivenöl erhalten, das nun an die Produzenten anteilsmäßig verteilt wird“, berichtet Pomella.

Große Begeisterung trotz kleiner Mengen
Für die Teilnehmer an der Initiative ist die Olivenproduktion vor allem ein großes Hobby. „Geld lässt sich damit nicht verdienen. Was aber wirklich auffällt, ist die große Begeisterung für den Olivenanbau, auch wenn die Erträge manchmal nur wenige Kilogramm betragen“, unterstreicht Pomella, der den Partnern - der HGV-Ortsgruppe Kurtatsch, der Kellerei Kurtatsch, dem lokalen Obmann der Handwerker und der Gemeinde Kurtatsch – für ihre Unterstützung dankte.  
Zur Feier des 10-jährigen Bestehens der Initiative gab es, neben einen kleinen Umtrunk in der Kellerei Kurtatsch, eine Lehrfahrt zur Agririva nach Riva am Gardasee, wo die neue Ölmühle besichtigt wurde. Durch diese ist auch das Kurtatscher Olivenöl geflossen.

Südtiroler Olivenproduzenten beim Besuch der Ölmühle Agririva.

Otto Pomella: „Olivenanbau ist für Bauern ein großes Hobby“