Markt | 25.01.2019

Aktuelle Zuchtvieh-Preise

Wie viel ist mein Zuchtvieh wert? Welche Preise sind gerade aktuell erzielbar? Diese Fragen stellen sich wohl alle Bauern, die Tiere zu den Versteigerungen der einzelnen Viehzuchtverbände schicken. Zur Orientierung gibt es hier eine Übersicht. von Bernhard Christanell

Wie viel ist mein Zuchtvieh wert? Mit dieser Frage kommen jedes Monat viele Bauern zu den Versteigerungen nach Bozen. (Foto: A. Bertagnoll)

Wie viel ist mein Zuchtvieh wert? Mit dieser Frage kommen jedes Monat viele Bauern zu den Versteigerungen nach Bozen. (Foto: A. Bertagnoll)

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Rassen und Kategorien liefern die untenstehenden Grafiken. Hier nur kurz die wichtigsten Entwicklungen:

Bei den Jungkühen ging es zu Jahresbeginn bei den Rassen Braunvieh, Fleckvieh und Holstein im Vergleich zum Vormonat deutlich nach oben, am stärksten war das Plus beim Fleckvieh – leicht rückläufig waren die Preise bei den Grauvieh-Jungkühen.Im Jahresvergleich mit der Jänner-Versteigerung 2018 fielen die Preise heuer bei allen Rassen außer dem Braunvieh höher aus.

Bei den Kalbinnen war die Jänner-Versteigerung für die Holstein- und die Fleckvieh-Tiere sehr erfolgreich, die Preise für Braunvieh- und Grauvieh-Tiere gingen hingegen im Vergleich zur Dezember-Versteigerung zurück. Erfreulich ist hier der Jahresvergleich: Bei allen Rassen lagen die Preise heuer höher als im Jänner 2018.

Bei den Jungrindern hingegen waren es die Holstein-Tiere, die im Vergleich zum Vormonat deutliche Preiseinbußen hinnehmen mussten. Für die anderen Rassen – also Braunvieh, Fleckvieh und Grauvieh – ging es bei den Durchschnittspreisen deutlich nach oben. Der Vergleich mit den Preisen im Jänner 2018 zeigt beim Fleckvieh einen leichten Rückgang, bei allen anderen Rassen lag der Preis heuer höher als vor Jahresfrist.

Bei den Kälbern durften sich im Jänner die Grauvieh-, Holstein- und Fleckviehzüchter über deutlich höhere Preise als im Dezember freuen. Die Braunvieh-Kälber hingegen brachen im Vergleich dazu deutlich ein. Vergleicht man die Preise mit jenen im Jänner 2018, so lagen die Braunvieh- und Grauvieh-Kälber heuer leicht höher, die Fleckvieh- und Holstein-Tiere niedriger.














So werden die Daten ermittelt
In der Regel gibt es für jede der in Südtirol gehaltenen Rinderrassen einmal monatlich eine Zuchtviehversteigerung, die vom jeweils zuständigen Viehzuchtverband abgewickelt wird. Die jeweiligen Durchschnittspreise werden im Anschluss an die jeweiligen Versteigerungen von den Viehzuchtverbänden veröffentlicht. In den untenstehenden Grafiken ist die Entwicklung der Durchschnittspreise seit Anfang 2017 zusammengefasst. Um eine aussagekräftige Orientierungsmöglichkeit zu bieten, beschränken wir uns dabei auf jene Rassen und Kategorien, für die regelmäßig eine Mindestzahl an Tieren zu den Versteigerungen geliefert werden. Mehr Informationen dazu stehen im Beschreibungstext bei den einzelnen Grafiken.
Grundsätzlich gilt: Die veröffentlichten Preise sollen eine Orientierung bieten, wie sich der Zuchtvieh-Markt in den vergangenen Monaten entwickelt hat – Rückschlüsse auf künftige Preisentwicklungen sollen und können sie nicht bieten.

Die vollständigen Preisspiegel gibt es auf den jeweiligen Internet-Seiten der Viehzuchtverbände:

Braunviehzuchtverband
Rinderzuchtverband (Holstein + Grauvieh)
Fleckvieh