Bauernbund | 29.01.2019

„Aus 5 mach 1“

Die ehemals fünf Bauernbund-Ortsgruppen am Ritten haben sich im Zuge der Bauernbund-Neuwahlen zu einer einzigen Ortsgruppe – der Ortsgruppe Ritten – zusammengeschlossen. Die nun fünftgrößte SBB-Ortsgruppe landesweit will zukünftig gemeinsam die Interessen der knapp 500 Mitglieder vertreten.

Aus fünf mach eins: Der neue Ortsbauernrat Ritten mit Ortsobmann Oswald Fink (ganz links).

Aus fünf mach eins: Der neue Ortsbauernrat Ritten mit Ortsobmann Oswald Fink (ganz links).

Eine Gemeinde, aber fünf Bauernbund-Ortsgruppen, das war bis vor kurzem die Realität auf dem Ritten. Zwar wurde bereits in der Vergangenheit intensiv zusammengearbeitet –  so gab es eine gemeinsame Jahresversammlung zu „Lichtmess“, den Messeauftritt im Rahmen der „Rittner Musterschau“, gemeinsame Weiterbildungsveranstaltungen, gemeinsame Ausflüge und Feste – aber dennoch waren die Ortsgruppen strukturell gesehen getrennt. „Daher gab es bereits seit einigen Jahren Bestrebungen, die Ortsgruppen zusammenzulegen“, sagte der neue Rittner Bauernbund-Ortsobmann Oswald Fink, der bisher Obmann von Klobenstein war.
Ritten: Nur mehr eine Ortsgruppe
Seit kurzem ist die Zusammenlegung nun Realität. „Ich war einer Fusion gegenüber stets sehr positiv eingestellt. Der Zusammenschluss aller Ortsgruppen bedeutet für mich in erster Linie die Stärkung des Bauernstandes am Ritten und die Vereinfachung der organisatorischen Abläufe aufgrund einer einzigen Verwaltung.“ Ähnlich sahen es auch die anderen SBB-Ortsobmänner: Sie hatten die Idee einer Fusion in ihren Ortsbauernräten besprochen und dafür große Zustimmung erhalten. „Die Themen und Anliegen sind für alle Ortsgruppen am Ritten dieselben. In Zukunft werden die Rittner Bäuerinnen und Bauern mit einer einzigen Stimme sprechen und so auch in der Gemeindepolitik ein stärkeres Gewicht haben“, glaubt Thomas Alber, bisheriger Ortsobmann von Unterinn. Auch sein bisheriger Amtskollege Andreas Rottensteiner aus Signat pflichtet ihm bei: „Der Arbeitsaufwand für die Funktionäre in einer kleinen Ortsgruppe ist derselbe wie in einer großen. Der Unterschied ist: In einer großen Ortsgruppe kann die Arbeit auf viele Schultern aufgeteilt werden.“ Josef Pircher, bisheriger Ortsobmann von Wangen, fügt hinzu: „Bereits in Vergangenheit war die Zusammenarbeit unter den Ortsgruppen ausgezeichnet. Nun wird sie auf eine solide Basis mit einer klaren Struktur gestellt.“
Es gab auch kritische Stimmen
Aber es hat auch kritische Töne gegeben. „Die Entscheidung ist unserer Ortsgruppe nicht leichtgefallen. Denn mit einer Fusion geht immer auch ein Verlust von Eigenständigkeit einher. Hat eine Fraktion keinen eigenen Ortsausschuss mehr, wird es schwieriger, vor Ort etwas zu organisieren oder umzusetzen. Auch der Austausch und Informationsfluss zwischen Funktionären und Mitgliedern nimmt ab“, gab Franz Lang, bisheriger SBB-Ortsobmann von Oberinn zu bedenken.
Jede Fraktion vertreten
Daher soll über eine fixe Vertretung im Ausschuss garantiert werden, dass sich die einzelnen Fraktionen in der „großen Gruppe“ wiederfinden und gleichermaßen einbringen können.
Nachdem die Ortsgruppen viel und lange überlegt und die Vor- und Nachteile abgewogen hatten, war klar: Mit den Neuwahlen wird aus fünf Ortsgruppen eine Rittner Ortsgruppe entstehen. „Wir sind zum Schluss gekommen, dass die Vorteile bei einer Fusion unserer Ortsgruppen klar überwiegen“, sagte Oswald Fink. Nun, nach erfolgter Wahl und nach der konstituierenden Sitzung des neuen Rittner Ortsbauernrates, will die neue Ortsgruppe die Anliegen der Rittner Bauern gemeinsam angehen und zeigen, dass die Entscheidung richtig war.