Südtiroler Landwirt, Markt | 31.01.2019

Leichtes Plus bei Rinder-Preisen

Das Viehvermarktungskonsortium Kovieh blickt auf ein wechselvolles Jahr zurück. Im Jahr 2018 wurden insgesamt 91 Versteigerungen abgehalten, bei denen 44.508 Tiere verkauft wurden.

Insgesamt 91 Versteigerungen hat das Kovieh im vergangenen Jahr abgehalten.

Insgesamt 91 Versteigerungen hat das Kovieh im vergangenen Jahr abgehalten.

In Bozen fanden 46 Kälberversteigerungen mit insgesamt 25.469 Kälbern statt. Je Versteigerung wurden im Durchschnitt 554 Kälber verkauft. Ebenfalls in Bozen fanden 27 Schlacht- und Mastviehversteigerungen statt, bei denen 9008 Rinder, 40 Kälber, 114 Pferde, 6407 Kleintiere und sechs Schweine verkauft wurden. Dies sind insgesamt 15.575 Tiere, was je Versteigerung einen Schnitt von 577 Stück ausmacht.
In St. Lorenzen fanden 18 Schlacht- und Mastviehversteigerungen statt, bei denen 2466 Rinder, sieben Kälber, drei Pferde und 574 Kleintiere vermarktet wurden.

Insgesamt sind dies 3050 Tiere, je Versteigerung waren das im Schnitt 169 Stück.
Der Monat mit den höchsten Verkaufszahlen war der Oktober mit 5016 Tieren, jener mit den niedrigsten war der Juni mit 2373 Tieren. Die Kälberversteigerung mit der höchsten Auftriebszahl war jene vom 17. Dezember mit 889 Stück. Die Schlacht-, Mastvieh- und Kleintierversteigerung mit der höchsten Zahl an verkauften Tieren war jene vom 23. Oktober mit 1021 Stück.

Rückgang in zweiter Jahreshälfte
Die Rinderpreise lagen 2018 leicht über denen des Vorjahres. Die Anzahl der vermarkteten Rinder nahm um 248 Stück zu. Die Kälberpreise lagen leicht unter denen des Vorjahres. Die Preise waren im ersten Halbjahr relativ gut, jedoch in der zweiten Jahreshälfte leicht rückläufig. Die Anzahl der angelieferten Kälber hat im Vergleich zum Vorjahr um 187 Stück abgenommen.

Generell angespannt war die Vermarktungssituation bei den Kleintieren. Trotz einer Steigerung von 213 vermarkteten Tieren musste ein Preisrückgang von 7,1 Prozent hingenommen werden. Zudem wurden 117 Equiden zufriedenstellend vermarktet, der etwas niedere Durchschnittspreis ist auf den großen Anteil an vermarkteten Lamas zurückzuführen.

Gutes Jahr für Qualitätsfleisch
Im Jahr 2018 wurden 414 Tiere im Rahmen des Südtiroler Qualitätsfleischprogrammes vermarktet. Die Gesamtpreise konnten in sämtlichen Kategorien gesteigert werden.
Vor allem bei den Milchkälbern herrscht rege Nachfrage. Ziel für das Jahr 2019
sollte eine weitere Steigung der Vermarktungszahlen und wenn möglich auch der Preise sein.

Elektronische Rechnung: Kovieh übernimmt Rechnungslegung
Seit dem 1. Jänner 2019 ist die elektronische Rechnung Pflicht. Das Viehvermarktungskonsortium Kovieh übernimmt jedoch weiterhin die Rechnungslegung für seine Lieferanten. Weitere Details werden zu einem späteren Zeitpunkt über den „Südtiroler Landwirt“ mitgeteilt.

Laufend aktuelle Informationen zu den Preisen bei den Kovieh-Versteigerungen gibt es in unseren Marktberichten unter „Kovieh-Preisbarometer“.