Innovation | 20.02.2019

Süße Versuchung aus Südtirol

Der handwerkliche Schokoladenhersteller „Karuna Chocolate“ aus Südtirol tüftelt an der ersten weißen Fruchtschokolade aus regionalen Rohstoffen. Das Vorhaben soll durch Crowdfunding finanziert werden. Das Ziel von 8000 Euro wurde zwar bereits erreicht – unterstützen kann man die beiden aber weiterhin. . von Anna Pfeifer

Das Crowdfunding-Projekt soll die Produktion von Südtiroler Fruchtschokolade ermöglichen.

Das Crowdfunding-Projekt soll die Produktion von Südtiroler Fruchtschokolade ermöglichen.

Biologisch, regional verarbeitet, fair, und nicht zuletzt ein geschmackliches Highlight: Das sind die Schokoladen von „Karuna Chocolate“. Die Feldthurner Katya Waldboth und Armin Untersteiner stellen nun schon seit vier Jahren hochwertige Schokoladen „from bean to bar“, also von der Bohne zur Tafel, her. Seit Oktober 2018 ist die Schokolade im Detailhandel erhältlich.
Nun möchten sie noch einen Schritt weitergehen und ein neues Produkt entwickeln, eine Fruchtschokoladenlinie. Ihr Ziel ist es, Früchte aus Südtirol zu verwenden. Dazu wird der Kakao in der Schokolade durch zermahlene Früchte, wie Himbeeren, ersetzt – et voila: Die erste weiße, Südtiroler Fruchtschokolade entsteht.
Um die Entwicklung und Herstellung dieses neuen Produkts zu finanzieren, startete Karuna eine Crowdfunding Kampagne auf der Plattform „Crowdfunding Südtirol“.

Crowdfunding: Idee für innovative Projekte
Beim Crowdfunding wird eine Online-Plattform als Raum genutzt, in dem Unternehmen ihre innovativen Projekte präsentieren und Geld für deren Umsetzung sammeln. Die finanzielle Unterstützung kommt nicht von traditionellen Finanzinstituten, sondern von der Bevölkerung.
Als Gegenleistung erhalten die Unterstützer Produkte im entsprechenden Wert. Am Ende ergeben so viele kleine Geldbeträge jene Summe, die die Umsetzung des Vorhabens ermöglicht.
Einen Kredit könnte man auch von der Bank erhalten, aber eine Crowdfunding-Kampagne bietet noch weitere Vorteile: Neben der finanziellen Starthilfe kann der Betrieb durch Berichte in den Medien seine Bekanntheit steigern und neue Kunden gewinnen. Hinzu kommt, dass das Unternehmen einen Überblick erhält, ob das neue Produkt am Markt Anklang findet.

Genuss und Nachhaltigkeit
Katya Waldboth und Armin Untersteiner von „Karuna Chocolate“ benötigen 8000 Euro, um die neue Fruchtschokolade zum marktreifen Produkt weiterzuentwickeln. Armin Untersteiner erklärt: „Im Gegenzug für das Geld erhalten unsere Unterstützer verschiedene Pakete mit unseren Produkten. Diese reichen von Schokoladen über Workshops bis hin zu Verkostungen.“

Regionale Rohstoffe gesucht
Die Rohstoffe für die Schokoladen von Karuna werden fair gehandelt. Bei den Bohnen wird besonderes Augenmerk auf eine hohe Qualität gelegt und Armin und Katya haben einige der Schokoladen-Anbauer bereits persönlich kennengelernt.
In Südtirol suchen sie nach geeigneten Rohstoffen für die innovativen Fruchtschokoladen. Die gesamte Verarbeitung von der Bohne bis hin zur verpackten Schokolade erfolgt handwerklich in Feldthurns. Die Schokolade wird durch eine Folie aus Zellulose geschützt, welche heimkompostierbar ist.
Der Südtiroler Bauernbund und der lvh – Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister begleiten „Karuna Chocolate“ bei diesem Vorhaben. Ermöglicht wird die Crowdfunding-Kampagne durch das EFRE-Projekt RuC²OLA der Bauernbund-Abteilung Innovation & Energie.

Hier kann man das Crowdfunding-Projekt unterstützen.


Seit vier Jahren stellen Katya Waldboth und Armin Untersteiner hochwertige Schokoladen her.

Seit vier Jahren stellen Katya Waldboth und Armin Untersteiner hochwertige Schokoladen her.