Politik | 22.02.2019

Wolf: Minister will „einvernehmliche Lösung“

In einer Aussprache mit einer Arbeitsgruppe für Tierschutz im Parlament hat sich Umweltminister Sergio Costa in Sachen Wolf erstmals kompromissbereit gezeigt. Er versprach „versuchsweise Maßnahmen“ und die Unterscheidung von Wölfen und Hybriden.

Hybriden genießen nicht den gleichen Schutz wie der Wolf. (Foto: pixabay.com)

Hybriden genießen nicht den gleichen Schutz wie der Wolf. (Foto: pixabay.com)

Am Mittwoch (20. Februar) hat sich Umweltminister Sergio Costa mit den Mitgliedern der unterparlamentarischen Arbeitsgruppe für Tierschutz getroffen, in welcher die Südtiroler Senatorin Julia Unterberger Mitglied ist, um den Wolfsplan vorzustellen. „In diesem Plan geht es eigentlich um den Schutz des Wolfes“, erklärte Unterberger. Sie habe dem Minister aber erklärt, dass das Zusammenleben zwischen Menschen und Wölfen in Südtirol unmöglich sei – und dass auch die Schutzmaßnahmen, von denen immer wieder gesprochen wird, nicht funktionieren.

„Schritt in richtige Richtung“
„Der Minister hat versichert, dass man eine einvernehmliche Lösung finden werde“, berichtete Unterberger nach dem Treffen. Sergio Costa habe mögliche versuchsweise Maßnahmen in bestimmten Zonen angekündigt, die den Schutz von Nutz- und Haustieren gewährleisten sollen. „Darüber hinaus hat er die Meinung vertreten, es handle sich immer öfter um Hybriden, welche Schäden verursachen – für diese gelten bekanntlich die Regeln zum Schutz und zum Erhalt der Arten nicht“, betonte Unterberger. Sie halte es „für einen ersten Schritt in die richtige Richtung, wenn man auch mit extremen Tierschützern in Ruhe über die Problematik sprechen kann. Auch wenn derzeit noch eher schleierhaft ist, wie die versuchsweisen Maßnahmen, die der Minister genannt hat, dann ausschauen werden. Und auch nicht wie ermittelt werden soll, ob es sich um Wölfe oder Hybriden handelt.“

Man müsse nun verfolgen, wie sich das Ganze in den nächsten Wochen entwickelt – und welche konkreten Schritte von Regierung und Minister eingeleitet werden, um der berechtigten Sorge in Südtirol zu entgegnen.