Markt | 04.03.2019

Aktuelle Zuchtvieh-Preise

Wie viel ist mein Zuchtvieh wert? Welche Preise sind gerade aktuell erzielbar? Diese Fragen stellen sich wohl alle Bauern, die Tiere zu den Versteigerungen der einzelnen Viehzuchtverbände schicken. Zur Orientierung gibt es hier eine Übersicht. von Bernhard Christanell

Wie viel ist mein Zuchtvieh wert? Mit dieser Frage kommen jedes Monat viele Bauern zu den Versteigerungen nach Bozen. (Foto: A. Bertagnoll)

Wie viel ist mein Zuchtvieh wert? Mit dieser Frage kommen jedes Monat viele Bauern zu den Versteigerungen nach Bozen. (Foto: A. Bertagnoll)

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Rassen und Kategorien liefern die untenstehenden Grafiken. Hier nur kurz die wichtigsten Entwicklungen:

Bei den Jungkühen ging es im Februar bei den Rassen Braunvieh und Fleckvieh im Vergleich zum Vormonat mit den Preisen etwas zurück, bei den Holstein- und Grauvieh-Tieren stiegen die Preise im Vergleich zum Vormonat hingegen deutlich an. Im Jahresvergleich mit der Februar-Versteigerung 2018 fielen die Preise heuer bei den Holstein-, Grauvieh- und Fleckvieh-Jungkühen höher aus, beim Braunvieh gab es im Februar 2018 keine Versteigerung.

Bei den Kalbinnen war die Februar-Versteigerung für die Braunvieh- und die Fleckvieh-Tiere sehr erfolgreich, die Preise für Holstein- und Grauvieh-Tiere gingen hingegen im Vergleich zur Jänner-Versteigerung zurück. Unterschiedlich fällt hier der Jahresvergleich aus: Bei Fleckvieh- und Holstein-Tieren lag das Preisniveau höher, beim Grauvieh niedriger als im Februar 2018.

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Bei den Jungrindern mussten alle Rassen im Vergleich zum Vormonat Preiseinbußen hinnehmen. Besonders deutlich fielen diese bei den Braunvieh-Tieren aus. Auch der Vergleich mit den Preisen im Februar 2018 zeigt bei allen Rassen einen leichten Rückgang - beim Braunvieh gab es im Februar 2018 wie bereits erwähnt keine Versteigerung.

Bei den Kälbern durften sich im Februar die Braunviehzüchter über höhere Preise als im Jänner freuen, bei den anderen Rassen gingen die Durchschnittspreise im Februar leicht zurück. Vergleicht man die Preise mit jenen im Februar 2018, so waren jene für die Grauvieh-Kälber heuer höher, jene für die Fleckvieh- und Holstein-Tiere niedriger.














So werden die Daten ermittelt
In der Regel gibt es für jede der in Südtirol gehaltenen Rinderrassen einmal monatlich eine Zuchtviehversteigerung, die vom jeweils zuständigen Viehzuchtverband abgewickelt wird. Die jeweiligen Durchschnittspreise werden im Anschluss an die jeweiligen Versteigerungen von den Viehzuchtverbänden veröffentlicht. In den untenstehenden Grafiken ist die Entwicklung der Durchschnittspreise seit Anfang 2017 zusammengefasst. Um eine aussagekräftige Orientierungsmöglichkeit zu bieten, beschränken wir uns dabei auf jene Rassen und Kategorien, für die regelmäßig eine Mindestzahl an Tieren zu den Versteigerungen geliefert werden. Mehr Informationen dazu stehen im Beschreibungstext bei den einzelnen Grafiken.
Grundsätzlich gilt: Die veröffentlichten Preise sollen eine Orientierung bieten, wie sich der Zuchtvieh-Markt in den vergangenen Monaten entwickelt hat – Rückschlüsse auf künftige Preisentwicklungen sollen und können sie nicht bieten.

Die vollständigen Preisspiegel gibt es auf den jeweiligen Internet-Seiten der Viehzuchtverbände:

Braunviehzuchtverband
Rinderzuchtverband (Holstein + Grauvieh)
Fleckvieh