Produktion | 01.04.2019

Verbot bienengefährdender Pflanzenschutzmittel

Während der Obstblüte gilt wieder das Verbot, bienengefährdende Pflanzenschutzmittel auszubringen. Ab Donnerstag, 25. April, wird das Verbot für alle Obstbauanlagen bis zu 500 Metern Meereshöhe wieder aufgehoben. Für höher gelegene Anlagen bleibt es bis auf Widerruf in Kraft.

Pflanzenschutz-Maßnahmen sollten vorwiegend am Morgen oder am Abend erfolgen.

Pflanzenschutz-Maßnahmen sollten vorwiegend am Morgen oder am Abend erfolgen.

Das Landesamt für Obst- und Weinbau verfügt in einer Mitteilung, dass alle Pflanzenschutzmittel, die einen der nachstehend angeführten Wirkstoffe enthalten, während der Obstblüte nicht ausgebracht werden dürfen: Abamectin, Chlorantraniliprol, Chlorpyriphos-methyl, Deltamethrin, Emamectin, Ethofenprox, Flonicamid, Flupyradifuron, Indoxacarb, Lambda-Cyhalothrin, Milbemectin, Phosmet, Pyridaben, Spinetoram, Spinosad, Spirodiclofen, Spirotetramat, Sulfoxaflor, Tebufenpyrad, Triflumuron.

Keinesfalls in die Blüte spritzen
Das Landesamt macht zudem darauf aufmerksam, dass die Vorschriften und Hinweise auf den Etiketten der Pflanzenschutzmittel immer eingehalten werden müssen. Zu beachten ist weiters, dass blühende Pflanzen keinesfalls mit bienenschädlichen Pflanzenschutzmitteln behandelt werden dürfen. Außerhalb des oben genannten Zeitraumes sollte für Behandlungen mit bienengefährlichen Pflanzenschutzmitteln jedenfalls die Zeit außerhalb des Bienenflugs, also die Morgen- oder Abendstunden, gewählt werden.

Vorbeugung gegen Feuerbrand
Zudem gibt das Amt bekannt, dass als vorbeugende Maßnahme gegen die Verbreitung des Feuerbrandes durch die Bienen das Verbringen von Bienenvölkern von einer Kernobstanlage in eine andere Kernobstanlage jeweils vom 1. April bis zum 15. Juni eines jeden Jahres verboten ist – es sei denn, die Bienenvölker sind vorher mindestens 48 Stunden in einem geschlossenen Dunkelraum oder wenigstens 72 Stunden auf einer Meereshöhe von  mindestens 1400 Metern Meereshöhe gehalten worden.