Markt | 09.04.2019

Aktuelle Zuchtvieh-Preise

Wie viel ist mein Zuchtvieh wert? Welche Preise sind gerade aktuell erzielbar? Diese Fragen stellen sich wohl alle Bauern, die Tiere zu den Versteigerungen der einzelnen Viehzuchtverbände schicken. Zur Orientierung gibt es hier eine Übersicht. von Bernhard Christanell

Wie viel ist mein Zuchtvieh wert? Mit dieser Frage kommen jedes Monat viele Bauern zu den Versteigerungen nach Bozen. (Foto: A. Bertagnoll)

Wie viel ist mein Zuchtvieh wert? Mit dieser Frage kommen jedes Monat viele Bauern zu den Versteigerungen nach Bozen. (Foto: A. Bertagnoll)

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Rassen und Kategorien liefern die untenstehenden Grafiken. Hier nur kurz die wichtigsten Entwicklungen:

Bei den Jungkühen ging es im März bei den Rassen Grauvieh und Holstein im Vergleich zum Vormonat mit den Preisen etwas zurück, bei den Grauvieh- und Braunvieh-Tieren (hier fand die etzte Versteigerung Anfang April statt) stiegen die Preise im Vergleich zum Vormonat hingegen deutlich an. Im Jahresvergleich mit der März-Versteigerung 2018 fielen die Preise in allen Kategorien höher aus.

Bei den Kalbinnen war die jüngste Versteigerung für die Braunvieh- , die Grauvieh- und die Holstein-Tiere sehr erfolgreich, die Preise für die Fleckvieh-Kalbinnen stiegen auch leicht, aber nicht so stark wie bei den Artgenossen. Unterschiedlich fällt hier der Jahresvergleich aus: Bei Braunvieh-, Grauvieh und Holstein-Tieren lag das Preisniveau höher, beim Fleckvieh etwas niedriger als im März bzw. April 2018.

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Bei den Jungrindern ging es bei den jüngsten Zuchtviehversteigerungen für die Braunvieh- und die Holstein-Tiere deutlich nach oben, für die Fleckvieh- und Grauvieh-Tiere hingegen abwärts. Der Vergleich mit den Preisen im März/April 2018 zeigt bei allen Rassen außer dem Fleckvieh ein Plus.

Bei den Kälbern ging es zuletzt bei allen Rassen zum deutlich abwärts mit den Preisen, am geringsten fällt das Minus noch bei den Braunvieh-Kälbern aus. Vergleicht man die Preise mit jenen im März/April 2018, so waren jene für die Grauvieh-Kälber heuer etwas niedriger als vor Jahresfrist, jene für die anderen Rassen lagen darüber.














So werden die Daten ermittelt
In der Regel gibt es für jede der in Südtirol gehaltenen Rinderrassen einmal monatlich eine Zuchtviehversteigerung, die vom jeweils zuständigen Viehzuchtverband abgewickelt wird. Die jeweiligen Durchschnittspreise werden im Anschluss an die jeweiligen Versteigerungen von den Viehzuchtverbänden veröffentlicht. In den untenstehenden Grafiken ist die Entwicklung der Durchschnittspreise seit Anfang 2017 zusammengefasst. Um eine aussagekräftige Orientierungsmöglichkeit zu bieten, beschränken wir uns dabei auf jene Rassen und Kategorien, für die regelmäßig eine Mindestzahl an Tieren zu den Versteigerungen geliefert werden. Mehr Informationen dazu stehen im Beschreibungstext bei den einzelnen Grafiken.
Grundsätzlich gilt: Die veröffentlichten Preise sollen eine Orientierung bieten, wie sich der Zuchtvieh-Markt in den vergangenen Monaten entwickelt hat – Rückschlüsse auf künftige Preisentwicklungen sollen und können sie nicht bieten.

Die vollständigen Preisspiegel gibt es auf den jeweiligen Internet-Seiten der Viehzuchtverbände:

Braunviehzuchtverband
Rinderzuchtverband (Holstein + Grauvieh)
Fleckvieh