Bauernbund | 09.04.2019

MTB-Fonds: Neue Projekte einreichen

Die Errichtung von Weiderosten und die Verlegung von Wasserrinnen sind die ersten Projekte, die durch den Mountainbike-Fonds gefördert werden. Auch für das Jahr 2019 können wieder Projekte eingereicht werden.

Auch 2019 gibt es wieder Geld für Projekte entlang viel befahrener Mountainbike-Routen. (Foto: IDM Südtirol/Harald Wisthaler)

Auch 2019 gibt es wieder Geld für Projekte entlang viel befahrener Mountainbike-Routen. (Foto: IDM Südtirol/Harald Wisthaler)

Im Sommer des vergangenen Jahres wurde der Mountainbike-Fonds eingerichtet, mit dem Projekte zu Gunsten der Landwirtschaft in Gebieten mit stark frequentierten Mountainbike-Routen finanziell unterstützt werden sollen. Nach dem Aufruf im Herbst 2018 haben sich schlussendlich vier bäuerliche Ortsgruppen mit verschiedenen Projekten gemeldet. Mitte Februar trafen sich unter dem Vorsitz von Viktor Peintner die Jurymitglieder Helmuth Sartori, Präsident des Verbandes der Seilbahnunternehmer, Hubert Unterweger, Geschäftsführer des Landesverbandes der Tourismusorganisationen Südtirols LTS, und Ulrich Höllrigl, Vizedirektor des Südtiroler Bauernbundes, um über die eingereichten Projekte zu befinden.
Es wurden insgesamt vier Gesuche eingereicht, und zwar von den Bauernbund-Ortsgruppen Barbian, Ahrntal (Interessentschaft Trippach), Sexten und Kastelruth. In den meisten Fällen wurde um die finanzielle Beihilfe für die Errichtung von Weiderosten ersucht, in einem Fall für Wasserrinnen auf Almwegen.

Zusammenarbeit mit Forst­verwaltung
Auch für das Jahr 2019 stehen wieder 35.000 Euro im Fonds bereit. Für dieses Jahr wünscht sich die Jury, Finanzierungsanträge für Projekte zu erhalten, die eine bäuerliche Ortsgruppe oder landwirtschaftliche Organisation gemeinsam mit der Forstverwaltung abwickelt. In diesem Fall sollte schon bald mit dem zuständigen Forstinspektorat abgeklärt werden, ob das Vorhaben den Vorgaben des Forstgesetzes entspricht. Dann sollte vom Forstinspektorat ein Kostenvoranschlag eingeholt werden. Die Untergrenze für ein Projekt, an dem die Forstverwaltung mitwirkt, beträgt 10.000 Euro. Ergibt sich eine Zusammenarbeit, besteht die Möglichkeit, dass die Forstverwaltung nochmal den Wert durch Eigenregiearbeiten steigert. Die Auszahlung des Projektbeitrages erfolgt in diesem Fall vom Mountainbike-Fonds direkt an die Forstverwaltung. Projekte in Zusammenarbeit mit dem Forstinspektorat sind im Normalfall aufwendiger, aber auch sichtbarer, was für den Mountainbike-Fonds wichtig ist.

Anträge laufend einreichen

Um einen Beitrag aus dem Mountainbike-Fonds zu erhalten, kann eine Bauernbund-Ortsgruppe oder eine landwirtschaftliche Organisation bis Freitag, 15. November 2019 ein Gesuch stellen. Pro Projekt wird ein Maximalbetrag von 15.000 Euro inkl. MwSt. gewährt.
Die Kriterien, nach denen die Gesuche bewertet und genehmigt werden, sind:
- das Projekt wird in einem Gebiet mit starker Mountainbike-Frequenz oder an Übergängen zu einer Nachbarregion verwirklicht;
- das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Forstverwaltung umgesetzt;
- das Projekt ist gut sichtbar (z.B. Zäune, Gatter, Mauern) und ist von landwirtschaftlicher Relevanz;
- die antragstellende Organisation bringt bei der Umsetzung Eigenleistung ein.

Die Jurysitzung zur Auswahl der beitragswürdigen Projekte findet im Dezember 2019 statt.
Das Gesuchsformular für das Jahr 2019 ist hier als Download zu finden. Auskünfte erteilt Heike Mayr.