Markt | 17.05.2019

Aktuelle Zuchtvieh-Preise

Wie viel ist mein Zuchtvieh wert? Welche Preise sind gerade aktuell erzielbar? Diese Fragen stellen sich wohl alle Bauern, die Tiere zu den Versteigerungen der einzelnen Viehzuchtverbände schicken. Zur Orientierung gibt es hier eine Übersicht. von Bernhard Christanell

Wie viel ist mein Zuchtvieh wert? Mit dieser Frage kommen jedes Monat viele Bauern zu den Versteigerungen nach Bozen. (Foto: A. Bertagnoll)

Wie viel ist mein Zuchtvieh wert? Mit dieser Frage kommen jedes Monat viele Bauern zu den Versteigerungen nach Bozen. (Foto: A. Bertagnoll)

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Rassen und Kategorien liefern die untenstehenden Grafiken. Hier nur kurz die wichtigsten Entwicklungen:

Bei den Jungkühen waren die Preise im April/Mai bei den Rassen Fleckvieh und Braunvieh im Vergleich zum Vormonat sehr stabil, bei den Grauvieh-Tieren stiegen die Preise im Vergleich zum März knapp, bei den Holstein-Tieren deutlich an. Im Jahresvergleich mit der Mai-Versteigerung 2018 fielen die Preise mit Ausnahme der Fleckvieh-Jungkühe heuer höher aus.

Bei den Kalbinnen war die jüngste Versteigerung für die Holstein-Tiere sehr erfreulich, bei allen anderen rassen gingen die Preise zurück. Der Jahresvergleich fältt ähnlich aus wie bei den Jungkühen: Die Braunvieh-, Grauvieh und Holstein-Tieren erzielten höhere Preise als vor Jahresfrist, beim Fleckvieh lag der Durchschnittspreis unter jenem des Vorjahres.

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Bei den Jungrindern ging es bei den jüngsten Zuchtviehversteigerungen für die Grauvieh-Tiere besonders stark nach oben, auch die Fleckvieh-Jungrinder schlossen positiv ab. Rückläufig waren die Preise für Braunvieh- und Holstein-Jungrinder. Der Vergleich mit den Preisen im vergangenen Jahr zeigt bei Grauvieh und Holstein ein Plus, bei Fleckvieh und Braunvieh ein Minus.

Bei den Kälbern ging es zuletzt bei allen Rassen sehr stabil zu, die Durchschnittspreise änderten sich kaum.  Vergleicht man die Preise mit jenen vor einem Jahr, so waren jene für die Fleckvieh-Kälber heuer etwas niedriger als vor Jahresfrist, jene für die anderen Rassen lagen darüber.














So werden die Daten ermittelt
In der Regel gibt es für jede der in Südtirol gehaltenen Rinderrassen einmal monatlich eine Zuchtviehversteigerung, die vom jeweils zuständigen Viehzuchtverband abgewickelt wird. Die jeweiligen Durchschnittspreise werden im Anschluss an die jeweiligen Versteigerungen von den Viehzuchtverbänden veröffentlicht. In den untenstehenden Grafiken ist die Entwicklung der Durchschnittspreise seit Anfang 2017 zusammengefasst. Um eine aussagekräftige Orientierungsmöglichkeit zu bieten, beschränken wir uns dabei auf jene Rassen und Kategorien, für die regelmäßig eine Mindestzahl an Tieren zu den Versteigerungen geliefert werden. Mehr Informationen dazu stehen im Beschreibungstext bei den einzelnen Grafiken.
Grundsätzlich gilt: Die veröffentlichten Preise sollen eine Orientierung bieten, wie sich der Zuchtvieh-Markt in den vergangenen Monaten entwickelt hat – Rückschlüsse auf künftige Preisentwicklungen sollen und können sie nicht bieten.

Die vollständigen Preisspiegel gibt es auf den jeweiligen Internet-Seiten der Viehzuchtverbände:

Braunviehzuchtverband
Rinderzuchtverband (Holstein + Grauvieh)
Fleckvieh