Bauernbund | 22.05.2019

Nahversorgung im Dorf lassen

Im siebten Jahr ihres Bestehens hat die Nahversorgungsgenossenschaft Südtirol NaveS, die den Erhalt der Dorfläden zum Ziel hat, gleich zwei Mal Grund zum Feiern: den siebten Dorfladen und erstmals eine Bilanz mit einem kleinen Gewinn.

In Steinhaus im Ahrntal führt die Nahversorgungsgenossenschaft Südtirol NaveS das mittlerweile siebte Geschäft. Über die Neueröffnung freuen sich das Team des Geschäftes und Daniel Wierer, Ulrich Höllrigl, Georg Mayr und Kurt Taschler.

In Steinhaus im Ahrntal führt die Nahversorgungsgenossenschaft Südtirol NaveS das mittlerweile siebte Geschäft. Über die Neueröffnung freuen sich das Team des Geschäftes und Daniel Wierer, Ulrich Höllrigl, Georg Mayr und Kurt Taschler.

Wenn es um die Lebensqualität und einen lebendigen ländlichen Raum geht, spielt die Nahversorgung eine zentrale Rolle. Besonders junge Familien und ältere Menschen schätzen den Dorfladen um die Ecke. „Den Erhalt von Dorfläden hat sich die Nahversorgungsgenossenschaft NaveS zum Ziel gesetzt. Kürzlich wurde in Steinhaus im Ahrntal das siebte Geschäft der NaveS zur Führung übergeben“, berichtete der Obmann der NaveS, Georg Mayr, stolz. Weitere Einzelhandelsgeschäfte der NaveS gibt es in Welsberg, Gsies, Niederolang, Sexten, Toblach und Vahrn.
Viele regionale Produkte
Neben der Sicherung der Nahversorgung will die Nahversorgungsgenossenschaft Südtirol den Absatz heimischer Produkte unterstützen. Diese werden über die Konsumgenossenschaft SAIT bezogen. „In kleinerem Umfang kaufen wir aber auch Lebensmittel direkt von lokalen Bauern. Die Förderung der Regionalität gehört ebenso wie der Erhalt der Lebensqualität durch die Nahversorgung zu unserer Philosophie“, so Mayr. Die Zusammenarbeit mit SAIT, die auch die nicht-lokalen Produkte und die bekannten Marken liefert, garantiert, dass die NaveS-Einzelhandelsgeschäfte in den Dörfern konkurrenzfähige Preise bieten können. „Ein weiterer Vorteil ist, dass wir nicht gewinnorientiert sind. Unser Ziel ist vielmehr ein ausgeglichenes Betriebsergebnis aller sieben Geschäfte. Nachdem wir in den letzten Jahren im Aufbau waren und leichte Verluste hatten, freut uns der kleine Gewinn des letzten Jahres umso mehr.“ Eine große Unterstützung kommt vom Mutualitätsfonds. Ohne dessen Anschubfinanzierung wäre es fast unmöglich, neue Geschäfte zu übernehmen.
Über 900 Mitglieder
Wichtig ist den Projektträgern Südtiroler Bauernbund, KVW und Raiffeisenverband Südtirol auch die Zufriedenheit der Mitglieder. „Über 920 Konsumenten sind mittlerweile Mitglied der NaveS und können so von Sonderaktionen profitieren. Und es werden immer mehr“, sagt Mayr, der die NaveS-Geschäfte als Ergänzung des Angebotes im Handel sieht.
Gute Erfahrungen mit dem NaveS-Dorfladen haben die Konsumenten in Gsies gemacht, bestätigte der Bürgermeister Kurt Taschler. „Ein Geschäft vor Ort bedeutet kurze Wege, lokale Arbeitsplätze und Wertschöpfung vor Ort, von der alle profitieren. Wenn hingegen Geschäfte aufgegeben werden, bedeutet dies einen Verlust von Lebensqualität.“ Die Gemeinde unterstützt das Geschäft, indem sie selbst dort einkauft.
Auf den Lorbeeren ausruhen will sich die NaveS nicht. „Nachdem sich alle sieben Geschäfte im Pustertal bzw. im Eisacktal befinden, wären wir interessiert, auch ein Geschäft in der westlichen Landeshälfte zu führen. Wer Interesse hat, kann sich gerne bei uns melden“, so Mayr.
Bei der Feier zur Eröffnung des siebten Geschäftes in Steinhaus waren auch NaveS-Obmannstellvertreter Ulrich Höllrigl und Geschäftsführer Daniel Wierer anwesend.