Südtiroler Landwirt, Politik | 19.07.2019

Beiträge für die Landwirtschaft

Die Beiträge für die Südtiroler Landwirtschaft sind in den letzten Jahren insgesamt gestiegen. Landesrat Arnold Schuler will nun die Maßnahmen für die Beiträge neu aufstellen und – in Absprache mit dem ­Südtiroler Bauernbund – die Schwerpunkte neu setzen.

Landesrat Arnold Schuler: „Insgesamt sind die Beiträge für die Landwirtschaft in den letzten Jahren gestiegen.“

Landesrat Arnold Schuler: „Insgesamt sind die Beiträge für die Landwirtschaft in den letzten Jahren gestiegen.“

Förderungen haben zum Ziel die Landwirtschaft zu unterstützen, insbesondere dort, wo 
die Bewirtschaftung besonders schwierig ist, wie in den Berggebieten. „Die Landwirtschaft in Südtirol ist aufgrund der erschwerten Bewirtschaftung im Berggebiet und der kleinen Betriebe mit besonderen Herausforderungen und höheren Produktionskosten konfrontiert“, sagt Landesrat Arnold Schuler. Umso mehr bedürfe es entsprechender Unterstützungsmaßnahmen. In den letzten Jahren sei es laut Schuler auf allen Ebenen zunehmend gelungen, die Besonderheiten der Berglandwirtschaft verständlich zu machen. Dies schlage sich in der verbesserten Ausstattung der Mittel für den ländlichen Entwicklungsplan ebenso nieder, wie in der beträchtlichen Erhöhung der Direktzahlungen, sowohl über die Anerkennung zusätzlicher Flächen, als auch in der gekoppelten Prämie für Milchkühe in den Berggebieten.

Fördermaßnahmen auf EU-, Staats- und Landesebene
Insgesamt sind die Beihilfen für die Landwirtschaft seit 2013 gestiegen, weil die Direktzahlungen und die Beiträge für das Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum mehr geworden sind:
- Direktzahlungen (1. Säule): Waren es in der Programmperiode von 2007 bis 2013 noch 163 Millionen Euro, so stehen der Südtiroler Landwirtschaft in der Programmperiode von 2014 bis 2020 über 240 Millionen Euro über die erste Säule der EU-Förderungen zur Verfügung. Die Beitragszahlungen werden auch im nächsten Jahr noch steigen. 
- Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum (ELR): Waren es in der vergangenen Periode noch 330 Millionen, beläuft sich der Gesamtbetrag der öffentlichen Beiträge für die unterschiedlichen Maßnahmen im Programm 2014 bis 2020 auf 366,4 Millionen Euro.
- Landesförderungen: Die Finanzmittel gingen bis zum Jahr 2013 bei gleichbleibender Anzahl an Gesuchen stetig zurück. Deshalb konnten nicht alle Gesuche in der Abteilung Landwirtschaft finanziert werden. Ein Großteil der Fördermaßnahmen wurde daher neu ausgerichtet, sodass zum einen die bereits aufliegenden Gesuche abgebaut werden konnten und zum anderen die zur Verfügung stehenden Mittel ausreichten, um die gestellten Anträge laufend finanzieren zu können. Für die laufende Legislaturperiode geht es darum, mit den zur Verfügung stehenden Finanzmitteln, gemeinsam mit dem Südtiroler Bauernbund Förderschwerpunkte abzustimmen, um den landwirtschaftlichen Betrieben und Familien weiterhin Planungssicherheit zu gewährleisten. 
Betrug die Summe aller Beihilfen 2013 noch 180,4 Millionen Euro, belief sich der Gesamtbetrag 2018 auf 223,6 Millionen Euro. Die zur Verfügung stehenden Finanzmittel müssen nun gezielter eingesetzt werden, ist Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler überzeugt. Er erinnert schließlich daran, dass „in Zukunft nicht immer das quantitative Wachstum im Vordergrund stehen, sondern verstärkt auf qualitatives Wachstum gesetzt werden soll.“ 

Gelder_Landwirtschaft_SuedtirolerLandwirt_19072019