Bauernbund, Marketing | 05.09.2019

Kinigerhof ist „Schankbetrieb des Jahres“ 2019

Der Hofschank Kinigerhof in Sexten ist der „Bäuerliche Schankbetrieb des Jahres“ 2019. Mit typischen bäuerlichen Gerichten, einer großen Zahl an hofeigenen Produkten und der besonderen Gastfreundschaft hat die Familie Stabinger die Jury überzeugt. von Michael Deltedesco

Familie Stabinger vom Kinigerhof hat die Auszeichnung „Bäuerlicher Schankbetrieb des Jahres“ 2019 erhalten.

Familie Stabinger vom Kinigerhof hat die Auszeichnung „Bäuerlicher Schankbetrieb des Jahres“ 2019 erhalten.

Als erster Pusterer Schankbetrieb hat sich der Kinigerhof die Auszeichnung „Bäuerlicher Schankbetrieb des Jahres“ gesichert. Der Hofschank von Paul und Margit Stabinger wurden unter den 41 Hof- und Buschenschankbetrieben, die in der Broschüre „Bäuerlicher Feinschmecker“ aufscheinen und die Qualitätsmarke „Roter Hahn“ tragen, ausgewählt.

Trotz Weiterentwicklung sich selbst treu geblieben
Seit über zehn Jahren führen Paul und Margit Stabinger mit ihren drei Kindern Andreas, Patrick und Johanna den Hofschank in Sexten. Hans J. Kienzl, der Leiter der Abteilung Marketing im Südtiroler Bauernbund, erklärt: „In den letzten Jahren hat sich der Betrieb enorm weiterentwickelt und ist sich dabei stets treu geblieben. Es wird größter Wert auf viele hochwertige hofeigene Produkte gelegt.“
Das Fleisch, Sirupe, Marmeladen sowie Salat und Gemüse stammen vom Hof. Hannes Knollseisen von der Abteilung Marketing im Südtiroler Bauernbund berichtet: „In den letzten Jahren hat sich der Kinigerhof zudem mit seinem Speck und den Wurstwaren einen Namen gemacht. Das Fleisch stammt von den über 30 Schweinen, die am Hof gehalten werden, und den Rindern.“ Zudem ist vor kurzem ein Ab-Hof-Verkauf von Kaminwurzen gestartet. 
„Hervorzuheben ist auch die Qualität in der Küche, wo Bäuerin Margit und ihr Sohn Andreas, ein gelernter Koch, das Sagen haben. Eine Spezialität des Hauses sind die Teigtaschen mit unterschiedlichen Füllungen je nach Saison“, betont Knollseisen. Daneben zeichnet den Kinigerhof eine besondere Gastfreundschaft aus. In den vergangenen Jahren wurde zudem der Außenbereich neu gestaltet. 

Zweites Standbein für Höfe wichtig
Bauernbund-Landesobmann Leo Tiefenthaler hob in seinen Grußworten die Bedeutung des Zu- und Nebenerwerbs für die bäuerlichen Betriebe hervor. Ein zweites wirtschaftliches Standbein trage wesentlich zum Erhalt der Höfe bei. Die Hof- und Buschenschankbetriebe würden das touristische Angebot ergänzen und seien wichtig für die Zusammenarbeit von Tourismus und Landwirtschaft. Erfreut und stolz zugleich zeigte sich der Bürgermeister von Sexten, Fritz Egarter. Er hob den großen Fleiß der Familie Stabinger, aber auch der anderen Bergbauern der Gemeinde hervor. Eine aktive Landwirtschaft sei für alle wichtig. 
Waltraud Watschinger, die Präsidentin des Tourismusvereins Sexten, bezeichnete den Kinigerhof als Vorzeigebetrieb. Mit ihrer Authentizität und den hofeigenen Produkten würden die Hof- und Buschenschankbetriebe dem Zeitgeist entsprechen. Auch Watschinger unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Tourismus und Landwirtschaft. Für den Bauernbund-Bezirksobmann Toni Tschurtschenthaler müsse alles dafür getan werden, damit die Landwirtschaft für junge Menschen interessant bleibt. Das heißt auch, dass die Betriebe bestimmte Freiheiten haben müssen. 

41 Betriebe im neuen „Bäuerlichen Feinschmecker“
Neben dem „Schankbetrieb des Jahres“ sind noch weitere 40 Hof- und Buschenschankbetriebe im neuen „Bäuerlichen Feinschmecker“ beschrieben. Interessierte finden darin eine Auswahl der angebotenen Gerichte und hausgemachten Säfte, die Hofvorstellung, Informationen zu den Weinen (bei Buschenschankbetrieben), Öffnungszeiten sowie eine Anfahrtsskizze und eine Wegbeschreibung für Wanderer.
Um in den bäuerlichen Feinschmecker aufgenommen zu werden, müssen sich alle Betriebe einem strengen Auswahlverfahren stellen. Dadurch ist eine hohe und gleichbleibende Qualität garantiert. Geprüft werden das bäuerliche Ambiente und die Ausstattung, die ebenso stimmen müssen wie die angebotenen Gerichte, die zur Gänze hausgemacht sind. Besonders wichtig ist die Herkunft der Produkte, die zu 80 Prozent vom Hof und von einem anderen landwirtschaftlichen Betrieb in Südtirol stammen müssen. Zudem müssen mindestens drei Säfte hausgemacht sein. Für die Buschenschänke gilt zudem: Den Gästen wird nur Wein vom eigenen Hof serviert, der von einer Expertengruppe des Versuchszentrums Laimburg und des Arbeitskreises Weinbau verkostet und bewertet wird. In den Hofschänken erhalten die Gäste Gerichte mit hofeigenem Fleisch.
Neben Kontrollen setzt der Südtiroler Bauernbund auf Weiterbildung, um die hohe Qualität des Angebots zu sichern. Die Weiterbildungsgenossenschaft im Bauernbund bietet Lehrgänge und Seminare für die Bäuerinnen und Bauern an, die Abteilung Marketing sorgt für die nötige Beratung.
Wer mehr über die heimischen Hof- und Buschenschankbetriebe wissen möchte, sollte sich den „Bäuerlichen Feinschmecker“ des Südtiroler Bauernbundes besorgen. Er ist in den Tourismusvereinen oder beim Südtiroler Bauernbund unter Tel. 0471 999308 oder per Mail info@roterhahn.it kostenlos erhältlich. Alle Schankbetriebe sind auch im Internet unter www.roterhahn.it abrufbar.