Sozialberatung | 29.01.2020

Änderung bei Rentenbeiträgen

Das neue staatliche Bilanzgesetz sieht unter anderem die Befreiung und Reduzierung der Rentenbeiträge für neu versicherte Junglandwirte vor. von Nina Pernstich Pedron

Zur Förderung der landwirtschaftlichen Unternehmensformen hat der Gesetzgeber mit dem neuen Bilanzgesetz 2020 eine Befreiung bzw. Reduzierung von den NISF/INPS-Rentenbeiträge von neu versicherten Landwirten und landwirtschaftlichen Unternehmern eingeführt.

Anspruchsberechtigt sind Betriebsinhaber mit einem Alter unter 40 Jahren, welche innerhalb 2020 in der Sonderverwaltung des NISF/INPS für Bauern und landwirtschaftliche Unternehmer versichert wurden bzw. werden. Vorgesehen ist eine Beitragsbegünstigung im Ausmaß von 100 Prozent für die ersten 24 Monate der Tätigkeit. Die Begünstigung wird auf den Anteil zur Deckung der Invaliden-, Alters- und Hinterbliebenenrente sowie den zusätzlichen Rentenzuschlag gewährt. Ausgenommen sind die Beitragszahlungen zur Deckung der Mutterschafts- und der Arbeitsunfallleistungen. Die Rentenbeiträge für diese Zeit werden voll gutgeschrieben und zählen als effektive Arbeitszeiten.

Diese Maßnahme ist nicht mit anderen Begünstigungen bzw. Befreiungen vereinbar. Außerdem müssen einige zusätzliche Voraussetzungen erfüllt werden: Der Betrieb darf keine Versäumnisse im Hinblick auf Beitragszahlungen, Arbeitskonditionen, arbeitsrechtliche Maßnahmen und andere gesetzliche Regelungen aufweisen. In den staatlichen und provinzialen Registern der sogenannten „De minimis“-EU-Fördermaßnahmen darf der Betrag von 20.000 Euro nicht überschritten werden. Bei Gesuchstellung muss der Antragsteller eine entsprechende Eigenerklärung unterschreiben.

Der Antrag kann zukünftig ausschließlich auf elektronischem Weg über das NISF/INPS-Internetportal, den sogenannten „cassetto previdenziale per gli autonomi in agricoltura“, gestellt werden. 

Für Fragen und Beratung stehen die Mitarbeiter des Bauernbund-Patronates ENAPA zur Verfügung.