Förderungen, Produktion | 05.02.2020

Ab sofort um EU-Prämien ansuchen

Mit Anfang Februar startet die Bauernbund-Service GmbH wieder ihre jährliche Förderungsaktion: Bei den Umweltprämien, den Prämien für ökologischen Landbau, Ausgleichszulagen und Betriebsprämien können die Betriebe nun die Gesuche einreichen. von Michael Crepaz

Für artenreiche Bergwiesen ist eine Landschaftspflegeprämie vorgesehen.

Für artenreiche Bergwiesen ist eine Landschaftspflegeprämie vorgesehen.

Mit dem Jahr 2020 folgt nach der Umsetzung der EU-Agrarreform 2014–2020 das fünfte Bestätigungsjahr für die Sektoren Umweltprämien und Prämien für den ökologischen Landbau. 

Der Großteil der Antragsteller von Umweltprämien und Prämie für den ökologischen Landbau hat mit Jahresende 2019 die fünfjährige Verpflichtung abgeschlossen. Deshalb ist die Weiterführung der Verpflichtungen mit einem sechsten Jahr zwar möglich, aber nicht verpflichtend. 

Ausnahme bei Alpungsprämie

Eine Ausnahme gilt in diesem Jahr für die Alpungsprämie: Der Großteil der Antragsteller hat mit Jahresende 2019 den fünfjährigen Verpflichtungszeitraum abgeschlossen. Die Beantragung im sechsten Jahr dieser Förderperiode ist nicht vorgesehen, da die Betriebsprämie für Almflächen in den letzten Jahren stetig erhöht wurde.

Nur Antragsteller, welche mit Jahresende 2019 die fünfjährige Verpflichtung nicht abgeschlossen haben, müssen die Verpflichtungen heuer mit einem Antrag weiterführen. Dazu zählen in erster Linie alle Antragsteller, welche 2016 die erste Möglichkeit zur Beantragung des Zuschlages für Milchverarbeitung nutzten. Ihnen fehlte mit Jahresende 2019 das fünfte Verpflichtungsjahr.

Abwicklung der Prämienansuchen

Alle Landwirte, welche im Vorjahr Anträge zu Umweltprämie, Ausgleichszulage, Prämie für den ökologischen Landbau, Betriebsprämie und gekoppelte Tierprämien eingereicht haben, erhalten von der Bauernbund-Service GmbH zwischen Anfang Februar und Ende April eine Einladung zu einer Sprechstunde im jeweiligen Bezirksbüro. Für jeden Antragsteller nehmen sich die Mitarbeiter der Förderungsabteilung die Zeit, eine angemessene Beratung und die anschließende Gesuchsstellung gewährleisten zu können. 

Antragsteller muss das Gesuch persönlich unterschreiben

Die Anträge werden am Ende der oben genannten Sprechstunden telematisch eingereicht und müssen deshalb vom Antragsteller persönlich unterschrieben werden. Vertreten können sich diese nur durch Personen lassen, welche eine notarielle Vollmacht vorlegen können. 

Eine reibungslose Abwicklung der sehr umfangreichen Prämienaktion kann nur funktionieren, wenn die vorgeschlagenen Termine auch eingehalten werden. 

Unbedingt zur Sprechstunde mitbringen müssen die Antragsteller ein gültiges Erkennungsdokument (Personalausweis) und die jeweilige Bankverbindung (IBAN-Code)

Die Anträge dürfen nur dann eingereicht werden, wenn bei den zuständigen Ämtern der LAFIS-Flächenbogen aktualisiert wurde.

Tierhaltung: Anzahl der Tiere selbst ermitteln

Wichtig: Falls der Antragsteller Tiere auf einem anderen Betrieb eingestellt hat, bedarf es eines Vertrags der überbetrieblichen Zusammenarbeit. Nur so ist es möglich, die Viehbesätze für beide Betriebe korrekt zu berechnen. 

Alle Bewirtschafter von Almflächen müssen über das Online-Portal „my civis“ der Autonomen Provinz Bozen digital die Almtiere innerhalb der vorgesehenen Fristen melden. 

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