Sozialberatung | 05.02.2020

Bilanzgesetz: Vorteile für Familien

Das neue staatliche Bilanzgesetz 2020 bietet positive Neuerungen für Familien. Die wichtigsten davon sind im folgenden Beitrag zusammengefasst.

Eine erfreuliche Neuerung betrifft die Verlängerung des Babybonus für Geburten und Adoptionen im Jahr 2020. 

Der Betrag des Bonus wird laut der staatlichen Einkommens- und Vermögenserklärung (ISEE) – so wie in Tabelle 1 ersichtlich  – ausgezahlt. Beim zweiten Kind, welches im Zeitraum von 1. Jänner bis 31. Dezember 2020 geboren wird, werden die genannten Beträge um 20 Prozent erhöht.

Obligatorische Vaterschaft

Positiv ist auch die Verlängerung und Aufstockung der obligatorischen Vaterschaft für 2020.  Die obligatorische Vaterschaft wurde von fünf auf sieben Tage erhöht und kann innerhalb von fünf Monaten ab Geburt des Kindes beansprucht werden. Die Meldung kann der Vater direkt bei seinem Arbeitgeber machen. Die obligatorische Vaterschaft ist mit der obligatorischen Mutterschaft vereinbar und wird zu 100 Prozent entlohnt.

Prämie für „Bonus Nido“

Angepasst hat der Gesetzgeber die Prämie für die Kleinkindbetreuung „Bonus Nido“ ab 2020–2021: Der Betrag richtet sich nach der staatlichen Einkommens- und Vermögenserklärung (ISEE) und wird bis Erschöpfung der dafür vorgesehenen Mittel ausgezahlt. Ohne ISEE-Erklärung beträgt der „Bonus Nido“ 1500 Euro (siehe Tabelle 2).

„Una Tantum“ bei Unfalltod

Das „Una Tantum“ erhalten die Hinterbliebenen jener, die bei einem Arbeitsunfall verunglücken, egal ob diese versichert oder nicht versichert waren. Ein Beispiel: Ein lohnabhängiger Arbeiter bewirtschaftet neben seiner Arbeit einen Hof und erleidet einen tödlichen Arbeitsunfall. In diesem Fall haben die Hinterbliebenen Anrecht auf das „Una Tantum“. Betroffen sind alle tödlichen Arbeitsunfälle ab dem Jahr 2007. 

Zu den Hinterbliebenen zählen die Ehegatten, die minderjährigen Kinder und die volljährigen zulasten lebenden Kinder (Schüler, Studenten und behinderte Kinder). Über das Bilanzgesetz 2020 hat der Staat die Aufstockung um eine Million Euro im Jahr 2020, um zwei Millionen Euro im Jahr 2021 und um drei Millionen Euro im Jahr 2022 zugesagt (siehe Tabelle 3). 

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