Markt | 12.02.2020

Großhandelspreise für Äpfel

Das Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO in Bozen veröffentlicht regelmäßig eine Auflistung von Großhandelspreisen für verschiedene Produkte. Mit der Veröffentlichung dieser Preise für die wichtigsten Südtiroler Apfelsorten wollen wir eine Orientierung für die Lage am Apfelmarkt bieten. Die Preise für November 2019 sind jetzt verfügbar. von Anna Pfeifer

Das WIFO erhebt monatlich die Preise, die die Genossenschaften an die Einzelhändler verrechnen.

Das WIFO erhebt monatlich die Preise, die die Genossenschaften an die Einzelhändler verrechnen.

Ein Blick auf die jüngsten Großhandelspreise für den Monat Jänner zeigt, dass die Preise für die Ernte 2020 bei den verfügbaren Sorten, bis auf Golden Delicious, über dem Niveau des selben Zeitraums vom Vorjahr liegen. Bei Golden Delicious sind die Preise etwas tiefer. Im Jänner 2020 (in der Grafik ganz rechts) hat das WIFO Preise für die alle großen Sorten – also Gala, Golden Delicious, Granny Smith, Braeburn, Kanzi, Cripps Pink und Red Delicious – erhoben.
Bei den veröffentlichten Preisen handelt es sich durchwegs um Bruttopreise, die eine Tendenz von der aktuellen Lage am Apfel-Markt geben sollen. Von den hier veröffentlichten Preisen müssen die Kosten für Lagerung, Transport, Vermarktung usw. noch abgezogen werden, um einen ungefähren Anhaltspunkt für die zu erwartenden Auszahlungspreise zu erhalten.

Aus der untenstehenden Grafik ist die Entwicklung der Preise seit Jänner 2018 ersichtlich.




Zu den Daten

Das Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) der Handelskammer Bozen veröffentlicht die Großhandelspreise einmal pro Monat. Großhandelspreise sind jene Preise, welche der Großhändler an den Einzelhändler weiterverrechnet – im Falle der Äpfel sind dies also die Preise, welche die Genossenschaften an ihre Kunden verrechnen. Das WIFO gibt dabei für die wichtigsten Südtiroler Apfelsorten die Preise nach Qualitätsstufe und Fruchtgröße getrennt an – und zwar jeweils den Mindestpreis, den Höchstpreis und den Durchschnittspreis. Diese veröffentlichten Preise geben natürlich nicht die oft sehr rasche Preisentwicklung am aktuellen Markt wieder, sondern sind vielmehr eine Orientierung für den Marktverlauf im vorhergehenden Monat. Auch mit den Auszahlungspreisen für die Bauern lassen sich die Preise natürlich nicht direkt vergleichen, weil es sich bei den hier veröffentlichten Preisen um Bruttopreise handelt.