Wirtschaft | 18.02.2020

USA: Zölle für EU-Lebensmittel unverändert

Während die USA vor wenigen Tagen die Strafzölle auf Flugzeuge aus der EU erhöht hat, bleiben jene für landwirtschaftliche Produkte vorerst unverändert. Für den Wein aus Italien – und damit auch aus Südtirol – eine gute Nachricht. von Bernhard Christanell

Von höheren Zöllen bleiben die USA-Exporte von Wein aus Italien vorerst verschont. (Foto: EOS/Florian Andergassen)

Von höheren Zöllen bleiben die USA-Exporte von Wein aus Italien vorerst verschont. (Foto: EOS/Florian Andergassen)

Seit Mitte Oktober sind einige Lebensmittel aus der EU in den USA teurer geworden. Grund dafür sind Strafzölle, die die USA auf bestimmte Produkte aus der Europäischen Union erhebt. So gelten etwa Zölle in der Höhe von 25 Prozent für Wein aus Deutschland und Frankreich, für Olivenöl aus Spanien und für Parmesan und Salami aus Italien. Wein aus Italien ist von diesen Zöllen nicht betroffen – und dabei soll es laut einer Aussendung des italienischen Bauernverbandes Confagricoltura vorerst auch bleiben. Verbandspräsident Massimiliano Giansanti bezeichnet dies als „hervorragende Nachricht für unsere Bauern“ und bedankt sich bei der Regierung in Rom für ihren Einsatz.
Damit sei es gelungen, weitere Schwierigkeiten für die italienischen Bauern abzuwenden. In den vergangenen Wochen war des Öfteren die Rede davon, dass die USA neue Zölle auf landwirtschaftliche Produkte aus Italien erheben könnte – den Wein diesmal inbegriffen. 

Hoffnung auf neues Handelsabkommen
Giansanti hofft nun, dass es bald „neue Verhandlungen über ein direktes Handelsabkommen mit den USA gibt.“ Italien exportiert laut Confagricoltura jährlich landwirtschaftliche Produkte im Wert von 4,5 Milliarden Euro in die USA, die Vereinigten Staaten sind damit außerhalb der EU der wichtigste Exportmarkt und der drittwichtigste Markt insgesamt. Der Wert des jährlich in die USA exportierten Weins beläuft sich auf 1,3 Milliarden Euro.