Sozialberatung | 19.03.2020

Pflege und Erziehung absichern

Wer seine Kinder oder Familienangehörige betreut und um einen ­Zuschuss für die Zusatzrente ansuchen möchte, muss sich in einen ­Zusatzrentenfonds einschreiben.

Ob Senioren oder Kleinkinder: Für die Betreuung kann man sich seine Zusatzrente aufstocken lassen. Foto: Pixabay/nikon-2110

Ob Senioren oder Kleinkinder: Für die Betreuung kann man sich seine Zusatzrente aufstocken lassen. Foto: Pixabay/nikon-2110

Mit einem Zuschuss für die rentenmäßige Absicherung von Pflege- und Erziehungszeiten unterstützt die Region Trentino-Südtirol all jene, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen oder reduzieren, um die eigenen Kinder oder pflegebedürftige Angehörige zu Hause zu betreuen. Die Unterstützung erfolgt entweder in Form eines Zuschusses für die freiwillige Einzahlung von Beiträgen für die staatliche Rente (Pflichtbeiträge bei Selbstständigen und Freiberuflern) oder aber als direkter Beitrag für die Zusatzrente. Der Zuschuss für die Absicherung von Erziehungszeiten wird bis zum dritten Lebensjahr des Kindes gewährt bzw. bis zum fünften Lebensjahr des Kindes bei Teilzeitarbeit bis 70 Prozent.

Fristen und Voraussetzungen

Wer im laufenden Jahr einen regionalen Zuschuss für den Zusatzrentenfonds beantragen möchte, um Erziehungs- oder Pflegezeiten rentenmäßig abzusichern, sollte besonders auf die Fristen achten. Zwar ist die letzte Frist für die Abgabe der Gesuche der 31. Oktober des Folgejahres, auf welches sich die Einzahlung der Beiträge in einen Zusatzrentenfonds bezieht. Allerdings muss der Antragsteller bei Einreichen des ersten Beitragsgesuchs seit mindestens sechs Monaten in einer Zusatzrentenform eingeschrieben sein und dort mindestens 360 Euro (ohne Abfertigung und Arbeitgeberanteil) eingezahlt haben. 

Höhe des Zuschusses

Der Beitrag für die Unterstützung der Zusatzvorsorge beträgt maximal 4000 Euro jährlich und wird im Verhältnis zur Anzahl der Wochen/Monate berechnet, die der Betreuung der Kinder bzw. der pflegebedürftigen Angehörigen gewidmet sind. Bei Teilzeitarbeit wird der Zuschuss zur Unterstützung der Zusatzrente um die Hälfte gekürzt.

Pensplan-Infopoint beim ENAPA

Eine kostenlose, unabhängige und kompetente Beratung zum Thema Zusatzrente und zu den Beiträgen der Region erhalten alle Interessierten bei den Pensplan-Infopoints des Bauernbund-­Patronates ENAPA in allen Bezirksbüros. In welchem Ausmaß das in den kommenden Wochen möglich ist, hängt vom Verlauf der Lage rund um das Coronavirus ab. Aktuelle Infos dazu gibt es laufend auf www.sbb.it/patronat.