Sozialberatung | 21.04.2020

Pflegesicherung in Corona-Zeiten

Aufgrund der Sondersituation hat die Landesregierung neue Maßnahmen zur Pflegesicherung erlassen.

Durch mehrere Maßnahmen soll die Sicherung der Pflege gewährleistet werden. Foto: Sabine van Erp, Pixabay

Durch mehrere Maßnahmen soll die Sicherung der Pflege gewährleistet werden. Foto: Sabine van Erp, Pixabay

Der Beschluss der Landesregierung Nr.265/20 sieht folgende Sondermaßnahmen im Bereich Pflegesicherung vor: Dienstgutscheine, die ab Februar vom Hauspflegedienst nicht erbracht wurden, werden für die Dauer der Sondersituation rückerstattet. Die Berechnung des Betrages erfolgt automatisch durch die ASWE, der Agentur für soziale und wirtschaftliche Entwicklung, nach Erhalt der Abrechnungen der Sozialdienste.

Außerdem wird während der Ausnahmesituation das Pflegegeld nicht gekürzt, falls ein Familienmitglied für die Pflege mehr als zehn Tage, wie vom Gesetzesdekret „Cura Italia“ vorgesehen, in Anspruch nimmt. Da es zurzeit nicht möglich ist, Anträge termingerecht einzureichen, werden alle Fälligkeiten ab Februar 2020 bis zum Ende des Notstandes ausgesetzt. Die aktuelle Pflegestufe wird weiterhin ausbezahlt.

Anträge für fortgeschrittene Krankheit werden bei der ersten Fälligkeit nach sechs Monaten automatisch für weitere sechs Monate verlängert.