Produktion | 15.05.2020

Prämie für Tiergesundheit

Ab sofort – und bis spätestens 15. Juli – können Bergbauern für Tiere, die sie auf die Alm auftreiben, wieder um die Tiergesundheitsprämie ansuchen. Aufgrund der derzeitigen Situation sollten die Ansuchen möglichst per E-Mail eingereicht werden. von Norbert Zenleser, Amt für Viehzucht

Jeder Antragsteller kann pro Jahr für maximal 20 Tiere um eine Tiergesundheitsprämie ansuchen.

Jeder Antragsteller kann pro Jahr für maximal 20 Tiere um eine Tiergesundheitsprämie ansuchen.

Die Ansuchen können von einer PEC-E-Mail-Adresse, von einer normalen E-Mail-Adresse oder als Einschreibebrief mit Rückantwort an eines der zuständigen Ämter geschickt werden. Die verschiedenen E-Mail-Adressen, die infrage kommen, sind im Kasten auf der folgenden Seite zusammengefasst. Nur in Ausnahmefällen und bei vorhergehender Terminvereinbarung mit dem Büropersonal sowie unter Berücksichtigung der vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen kann man das Ansuchen in einem der Ämter händisch abgeben. Der letzte gültige Tag für die Gesuchabgabe ist Mittwoch, der 15. Juli. 

Die Tierbewegungen müssen gemeldet werden. Damit der Almverantwortliche diese Daten fristgerecht eingeben kann, muss der Landwirt die vollständig ausgefüllte Liste mit den zu alpenden Tieren rechtzeitig dem Almverantwortlichen übergeben. Bereits eingetragene Almbewegungen kann man nach-träglich nur nach Rücksprache mit dem zuständigen Amtstierarzt und mit nachvollziehbarer Begründung abändern. Deshalb gilt hier eine besondere Sorgfaltspflicht. 

Anzugeben sind die pro Tier entstandenen Kosten für den Viehauftrieb. Sind diese niedriger als 150 Euro pro Tier, so wird die Beihilfe auf die effektiv entstandenen Kosten reduziert. Das Ansuchen muss vollständig ausgefüllt sein. Außerdem müssen die Antragsteller erklären, in der landwirtschaftlichen Primärproduktion tätige landwirtschaftliche Unternehmer zu sein, und sie müssen in der Landesviehdatenbank als Tierhalter eingetragen sein. 

Weiters müssen sie erklären, „aktive Betriebsinhaber“ laut der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 zu sein, so wie dies auch für die Betriebsprämie und Ausgleichszulage vorgeschrieben ist. Beihilfeberechtigt sind Rinder ab einem Alter von fünf Monaten bis zu einem Höchstalter von drei Jahren. Stichtag für die Bestimmung des Alters der Tiere für die Gewährung der Beihilfe ist der 30. Juni 2020. Die Tiere müssen also laut Viehdatenbank mindestens seit dem 1. Februar 2020 im landwirtschaftlichen Betrieb des Antragstellers gehalten worden sein. Für Mutterkuhhaltungsbetriebe gilt ein Mindestalter von drei Monaten, das heißt, die betreffenden Tiere müssen vor oder am 1. April 2020 im eigenen Betrieb geboren oder seit mindestens dem 1. April 2020 im eigenen Betrieb gehalten werden.

Der Höchstviehbesatz auf den Weideflächen darf nicht höher sein als 1,0 Großvieheinheiten pro Hektar. Für die Gewährung der Beihilfe müssen die Tiere mindestens 60 aufeinanderfolgende Tage geweidet werden. Die Beweidung muss auf einer im LAFIS eingetragenen Almfläche erfolgen. Eine Ausnahme gilt für Almflächen, die sich außerhalb der Provinz Bozen befinden. Während der gesamten Weidezeit muss eine periodische Betreuung der Tiere gewährleistet werden. Ein
vorzeitiger Weideabtrieb vor Ablauf der vorgeschriebenen Weidezeit von 60 Tagen muss innerhalb von zehn Tagen dem zuständigen Amt gemeldet werden. Für ein und dasselbe Tier kann die Beihilfe nur ein einziges Mal im Leben des Tieres beantragt werden, die Tiergesundheitsprämie wird für max. 20 Stück pro Antragsteller und Jahr gewährt.

Die Höhe der Beihilfe beträgt bis zu 150 Euro für jedes beihilfeberechtigte Tier. Falls die Finanzmittel für die Auszahlung der Beihilfe an alle Antragsteller nicht zur Verfügung stehen, wird die Beihilfe zugunsten der Antragsteller nach folgender Ausschlussliste zugewiesen:

  • Zuerst werden, bei den jüngsten Tieren beginnend, jene ausgeschlossen, die auf Weiden in Gebieten aufgetrieben werden, welche nicht als IBR-freie Zonen (laut Anhang II der EU-Entscheidung 558/2004) eingestuft sind.
  • Dann werden die Tiere ausgeschlossen, beginnend bei den jüngsten, und zwar so lange, wie die verfügbaren Haushaltsmittel ausreichen.

Die Auszahlung der Beihilfe erfolgt über das Landesamt für Viehzucht nach Überprüfung der Gesuche und der darin enthaltenen Angaben sowie nach Betriebs- oder Weidekontrollen.

Formulare auch online in zwei Versionen verfügbar

Das Gesuchformular kann auch auf der Internetseite der Abteilung Landwirtschaft unter  http://bit.ly/foerderung_tiergesundheit abgerufen werden. 

Die dort verfügbare PDF-Version ist ein beschreibbares Dokument und ist für jene gedacht, die das Ansuchen digital ausfüllen. Die Word-Version hingegen ist für jene Antragsteller gedacht, die das Ansuchen händisch ausfüllen. 

Ansuchen vorzugsweise per E-Mail

Die Anträge um die Tiergesundheitsprämie sollten angesichts der Sondersituation, in der wir uns derzeit befinden, vorzugsweise als Anhang einer E-Mail verschickt werden. Dies kann die PEC-E-Mail Adresse oder eine normale E-Mail-Adresse sein. Die E-Mail kann an folgende Adressen geschickt werden:

  • viehzucht.zootecnia@pec.prov.bz.it (auf diese Adresse nur von einer PEC-E-Mail Adresse)
  • viehzucht@provinz.bz.it;
  • landwbrun@provinz.bz.it;
  • landwbrixen@provinz.bz.it;
  • landwschl@provinz.bz.it;
  • landwmeran@provinz.bz.it.

Vor dem Verschicken des Ansuchens ist allerdings darauf zu achten, dass alle Felder ausgefüllt sind, dass das Ansuchen unterschrieben ist und dass eine Kopie des Ausweises mitgeschickt wird. Außerdem ist beim Ausfüllen des Förderansuchens auf verschiedene Punkte wie das Einreichdatum, die Angabe der zertifizierten PEC-E-Mail-Adresse und die verschiedenen Erklärungen, die gemacht werden müssen, zu achten.